The Hateful 8

The Hateful Eight

  • USA
  • ,
  • 168 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Unsere Meinung
THE HATEFUL 8

Vier zwielichtige Menschen mit undurchsichtigen Absichten befinden sich in einer Postkutsche auf dem Weg nach Red Rock. Es schneit im Wyoming der 1870er Jahre und die Stimmung ist geladen. An Bord der Kutsche befinden sich die Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell, Poseidon) und Marquis Warren (Samuel L. Jackson), der früher als Soldat seinem Land diente; Ruths schlagfertige Gefangene Daisy (Jennifer Jason Leigh, Road to Perdition) und der vermeintliche neue Sheriff von Red Rock, Chris Mannix (Walton Goggins, Predators). Ein heftiger Schneesturm zwingt die ungleichen Reisenden Rast zu machen und so finden sie Zuflucht in einer Hütte mit dem klangvollen Namen Minnies Kurzwarenladen. Die ausgesuchte Unterkunft hat bereits Flüchtenden Unterschlupf geboten: Dem Mexikaner Bob (Demián Bichir, Taffe Mädels), dem undurchschaubaren Oswaldo Mobray (Tim Roth, Lie to Me), dem Cowboy Joe Gage (Michael Madsen, Sin City) und dem gealterten Südstaaten-General Sanford Smithers (Bruce Dern, Nebraska).

Vom Regen in die Traufe

Nachdem sich die 8 Unterschlupfsuchenden vorerst blendend unterhalten und sogar Witze über ihre Lage reißen können, eskaliert die Situation schnell, denn keiner ist das, was er zu sein scheint. Während die Gefangene Daisy eine große Klappe hat und Ruth ständig in Bredouille bringt, schließen dieser und sein Berufsgenosse Warren eine Allianz, die gefährdet wird durch das intrigante Verhalten der anderen sechs. Diese müssen ihrerseits mit Spannungen auskommen, da keiner seine wahren Absichten offenbaren möchte und keiner dem anderen über den Weg traut.

Als die Situation wegen scheinbarer Belanglosigkeiten zu eskalieren beginnt, geht es nicht mehr um Herkunft und Einstellung der einzelnen, sondern darum, wer seinen Finger schneller am Abzug hat und besser schießen kann. Je mehr die 8 voneinander zu wissen glauben, desto wahrscheinlicher wird es, dass keiner die Hütte lebend verlässt. Denn genauso hinterlistig, berechnend und gefährlich die 8 einander eingeschätzt haben, sind sie auch. Keiner kennt Gnade und Mitleid schon gar nicht. Ob mit Machete, Pistole oder Gift – die Hateful 8 sind eine explosive Mischung und tödlich sind sie allemal.

Rechte: Batrax Entertainment B.V.

Tarantinos 8. Streich ist – wie kann man es anders erwarten – bildgewaltig, überladen, exzessiv und blutig. Vor allem aber ist es ein  Film, der zeigt, dass der Meisterregisseur kein Geschichtenerzähler ist, sondern Filme des Filmes wegen dreht.

Nachdem das Drehbuch vor Produktionsstart an die Öffentlichkeit gelangte und Tarantino entschied, sein neuestes Projekt gleich wieder abzublasen, hielt ihn eine Dialoglesung mit den Schauspielern davon ab. Eine sehr gute Entscheidung, denn der Film hält, was er versprochen hat. Nach Django Unchained wieder mit einem Western die Leinwand zu stürmen, noch dazu im Uralt-Look dank 60er-Jahre-Objektiven, extra weitwinklig und stilistisch angelegten Aufnahmen und dem Panavision-70-Breitbildformat, lässt einem Tarantino schon einen gewissen Größenwahn zumuten – doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Der Regisseur weiß was er kann, weiß was sein Drehbuch kann, was sein Team kann und was die Darsteller können. Und damit spielt er dann.

Sperrig, überladen, absurd – und extrem unterhaltend!

The Hateful 8 ist ein ungemein verschachtelter, dekonstruierbarer Film, der seinen Figuren sehr viel Zeit lässt, sich zu entwickeln und zu erklären, der das Setting die komplette erste Hälfte des Films aufbaut – und dann ab dem Mid-Point, also wirklich genau in der Mitte der Handlung, richtig loslegt. Tarantinoesk ist das Wort, das Filmkritiker benutzen, wenn der Regievirtuose Gagsalven in den unpassendsten, blutigsten Momenten abfeuert, wenn er schwarzen Humor mit Splattereinlagen verbindet, wenn er jede erzählerische Möglichkeit einer Filmszene ad absurdum führt und den Zuschauer mit offenem Mund auf dem Kinosessel zurücklässt. Mit acht fantastischen Darstellern, unter anderem der Oscarnominierten Jennifer Jason Leigh, den Tarantino-Alteisen Kurt Russell, Tim Roth und Samuel L. Jackson sowie den für exzessive Rollen bekannten Michael Madsen und Bruce Dern hat Tarantino seine furiosen Hateful 8 gefunden und bietet (mal wieder) fulminantes, wortgewandtes Actionkino der Superklasse.

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