Terror

  • Deutschland
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  • 96 Minuten,
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    • Deutsch
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  • Unsere Meinung
Terror

Natürlich ist Deutschland eines der Top-Angriffsziele von Terrororganisationen. Als Erste-Welt-Land mit direktem Einfluss auf Weltpolitik und Militäraktionen ist es prädestiniert für einen Terroranschlag. Dieser manifestiert sich in einer Flugzeugentführung à la 911 – ein Terrorist steuert eine vollbesetzte Lufthansa-Maschine in Richtung Allianz-Arena. Dort sitzen mehr als 70.000 Zivilisten als Zuschauer bei einem Fußballspiel.

164 oder 70.000

Kampfjet-Pilot Lars Koch (Florian David Fitz) rettet diesen 70.000 Menschen das Leben – und opfert mit dem Abschuss der Maschine die 164 unschuldigen Passagiere. Dafür muss er sich nun vor Gericht verantworten, denn er hat ohne offizielle Anweisung gehandelt und sich damit über Recht und Gesetz hinweggesetzt. Nun liegt es am vorsitzenden Richter (Burghart Klaußner, Elser) der Staatsanwältin (Martina Gedeck, Die Wand) und Lars‘ Rechtsanwalt (Lars Eidinger), aufzudecken, wie es zu seiner Entscheidung kam, und ob sie moralisch vertretbar ist. Kann man ein Leben gegen das andere aufwiegen? Und wenn ja, wem fällt das Recht zu, die Entscheidung über Leben und Tod zu fällen? Ein spannender Prozess beginnt – und am Ende entscheiden die Zuschauer, also ganz normale Männer und Frauen, über den Ausgang des Ganzen und damit über Lars‘ Schicksal…

Rechte: Constantin Film

Mit Terror – Ihr Urteil haben ConstantinFilm, die ARD, das Öffentliche Schweizer Fernsehen SF und der ORF ein gewagtes Fernsehexperiment gestartet; nach dem Original-Theaterstück von Ferdinand von Schirach wird ein Gerichtsprozess im Detail gezeigt und dem Zuschauer in Echtzeit präsentiert. Dabei wird dieser vom unbehelligten Beobachter zum Urteilbestimmenden Geschworenen – und muss daher wirklich entscheiden, ob der Mann, der uns als Protagonist vorgestellt und dessen Prozess wir verfolgen, schuldig oder freizusprechen ist.

Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld

Dabei wird nicht nur der „Tathergang“ akribisch analysiert, sondern auch die Grundgesetzte, Moral, Rechtschaffenheit und der freie Wille in Frage gestellt. Kann ein einziger Mensch Leben gegeneinander aufwiegen? Hat er das Recht den Tod von 164 Menschen dem Tod von 70.000 vorzuziehen? Ist er ein Mörder, oder ist er ein Mittäter, oder ist er ein Held? Fragen über Fragen und letztendlich kann sie der Zuschauer nur für sich selbst beantworten. Mit über 80 Prozent hat mehr als die Hälfte der Zuschauer in allen drei Ländern für Nicht Schuldig gestimmt und damit das Schicksal des Protagonisten zum Guten gewandt. Ob seine Tat trotzdem heldenhaft ist, sei dahingestellt. Recht und Moral sind eben doch sehr subjektiv zu betrachtende Begriffe.

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