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Das Musikdrama Straight outta Compton beschreibt den Aufstieg der Hip Hop-Crew N.W.A. (Niggaz wit Attitudes) aus Compton, Los Angeles, und zeichnet den schwierigen Weg der Band aus der Unterschicht bis zum großen Erfolg mit ihrer Musik. Die Gründungsmitglieder sind heute allesamt berühmte Rapper, inklusive Dr.Dre, Easy E und Ice Cube.

Von Gewalt, Rassismus und dem großen Durchbruch

Compton, im Süden von Los Angeles gelegen, weist in den 1980er Jahren eine der höchsten Kriminalitätsraten der USA auf. Ganggewalt und Drogenhandel prägen das Milieu. Die Polizei reagiert mit Rassismus und greift hart und ungerecht durch. Die ausweglose Lage gibt fünf jungen Rap-Musikern genug Inhalte, um ihren von Gewalt geprägten Alltag musikalisch zu verarbeiten. Mit ihren provokanten Texten sprechen sie einer ganzen Generation junger Afro-Amerikaner aus dem Herzen und bringen gleichzeitig Polizei und FBI gegen sich auf. Trotz des alle Erwartungen übertreffenden Erfolges bedrohen Differenzen innerhalb der Band bald das Fortbestehen der N.W.A.

Rechte: Universal Studios Inc. All Rights Reserved.

Das Biopic Straight outta Compton war von Regisseur F. Gary Gray (The Italian Job) und seinen beiden Drehbuchautoren Jonathan Herman und Andrea Berloff (World Trade Center) lange geplant. Die Mitproduzenten Ice Cube und Dr. Dre nutzen ihre Positionen, um sich selbst nach den eigenen Wünschen darzustellen.

Zwischen Authentizität und Kult

So werden schmerzhaftere Aspekte der Biografien ausgeblendet oder abgemildert. Ungeschönt dagegen zeigen sich Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Von Frauen wird generell nur als "bitches" gesprochen und ihre Rollen im Film sind meist auf kurze halb- oder unbekleidete Auftritte bei Parties begrenzt. Bemerkenswert spielt Ice Cubes Sohn (O`Shea Jackson Jr.) seinen Vater. Doch auch diese Besetzung sorgt nicht für eine ausgeglichene Balance von authentisch und beschönigend. Im Gegensatz dazu wirkt die Darstellung des gewaltbetonten Alltags der Afro-Amerikaner sehr realitätsnah und erschütternd. Der Film, den man durchaus als "origin story" bezeichnen kann, ist nach dem gleichnamigen zweiten Album der N.W.A. benannt, das ihnen den großen Durchbruch brachte. Wegen der vielen deftigen Ausdrücke war das Album eines der ersten, welche das Label "Parental Advisory" (Etwa: Nur unter elterlicher Aufsicht) verpasst bekam. Und so ist in den USA auch der Film "Rated R", was bedeutet, dass der Kinobesuch nur Zuschauern über 17 Jahre gestattet ist. Dem Erfolg tat es jedoch keinen Abbruch.

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