Steve Jobs

  • USA
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  • 117 Minuten,
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Steve Jobs

Steve Jobs zeigt den Werdegang des Apple-Gründers (Michael Fassbender, Shame)  anhand dreier Reden. 1984 bei der Präsentation des Macintosh und der Computermaus, 1988 bei der Vorstellung des NeXT-Rechners und abschließend bei der Premiere des iMac im Jahr 1998. Dabei stehen jedoch nicht die Reden im Vordergrund, sondern das Verhalten Jobs‘ im Hintergrund. Seine Diskussionen und Streitereien mit Apple-Co-Gründer Steve Wozniack (Seth Rogen, The Green Hornet) oder seiner Marketing-Managerin Joanna Hoffman (Kate Winslet, Contagion).

Es geht um die Entwicklung von Jobs, als Gründer von Apple, dem kurzzeitigen Abschied und der triumphalen Rückkehr. Neben diesem Geschäftsleben, dem sich Jobs völlig verschrieben hat, geht es auch immer wieder um Jobs‘ schleichende Entfremdung von seiner Tochter Lisa (Perla Haney-Jardine, Genova) deren Vaterschaft er nie anerkennt.

Rechte: Universal Studios Inc. All Rights Reserved.

Dass Steve Jobs zu Lebzeiten nicht gerade ein einfacher Mitmensch war, ist bekannt. Auf der einen Seite brillierte er als Computer-Genie, auf der anderen Seite zeigte er starke soziale Defizite. Genau diese beiden unterschiedlichen Seiten beleuchtet Regisseur Danny Boyle in seinem Bio-Pic Steve Jobs.

Erfreulicherweise folgt der Slumdog Millionär Regisseur aber nicht dem Schema F, wie es viele bei Biografie-Verfilmungen tun, die einen cineastischen Lebenslauf von der schweren Kindheit, den ersten Erfolgen, den Niederschlägen bis hin zum Karrierehöhepunkt produzieren. Boyle konzentriert sich in Steve Jobs auf drei spezielle Reden, die einen besonderen Zeitpunkt im Leben des Apple-Pioniers darstellen. Im Vordergrund des Films stehen jedoch nicht die Reden selbst, sondern das Verhalten von Steve Jobs im Hintergrund dieser Ansprachen.

Drei Reden, drei Materialien

Um den zeitlichen Rahmen von 14 Jahren bildlich herauszustellen, greift Boyle auf drei verschiedene Filmmaterialien zurück. Die erste Rede ist noch in verkratztem, leicht unscharfen 16mm-Film abgedreht, die zweite wird in 35mm-Qualität dargestellt und die letzte Rede aus dem Jahr 1998 in scharfen Digitalaufnahmen.

Als Steve Jobs bietet Michael Fassbender eine seiner bisher besten Darbietungen. Zu Beginn noch als langhaariger Computer-Nerd, durchlebt er eine Metamorphose zum coolen Businessman und abschließend zum abgemagerten Besessenen mit sozialen Mängeln.

Um dem misanthropischen Jobs etwas menschliche Züge zu verpassen, baut Boyle den Seitenstrang mit Jobs‘ Tochter Lisa ein, dessen Vaterschaft der Apple CEO stets verleugnet und wiederholt zu Gefühlsausbrüchen des Computergurus führt. Im Laufe des Films wirkt diese Geschichte immer wieder wie das schlechte Gewissen eines Mannes, der zwar ein Held seiner Branche war, aber im zwischenmenschlichen Bereich ein Versager, gleich einem Savant, der in seiner eigenen Realität lebt, mit dem starren, emotionslosen Blick eines Roboters.

Oscar-Nominierungen für Fassbender und Winslet

Dies kommt nicht nur in den Szenen mit seiner Tochter zutragen, sondern auch in den Gesprächen, die sich hinter den Kulissen seiner drei Reden abspielen. Häufige Opfer seiner Wutanfälle sind Apple-Mitbegründer Steve Wozniack (Seth Rogen) oder die Marketing-Managerin Joanna Hoffman, die sich aber in den schwierigen Diskussionen mit Jobs stets behaupten konnte. In dieser Rolle fördert Kate Winslet die vielleicht beste Performance ihrer Karriere zu Tage, welche zurecht mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde. Selbige Ehre wurde auch Steve Jobs-Mime Michael Fassbender zuteil, der sich jedoch Leonardo DiCaprio geschlagen geben musste.

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