Southpaw

  • USA
  • ,
  • 125 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
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  • Unsere Meinung
Southpaw

Billy „The Great“ Hope (Jake Gylenhaal)  ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Gerade erst hat der Boxer zum vierten Mal seinen Weltmeistertitel im Halbschwergewicht verteidigt. Nun hat der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Billy alles: Ruhm, Geld, Luxus und eine wunderbare Familie. Doch er musste im Ring auch immer mehr harte Schläge einstecken. Aus Sorge um seine Gesundheit zwingt ihn seine Ehefrau Maureen (Rachel McAdams, Red Eye, Die Hochzeits-Crasher), gegen den Willen von Billys Manager Jordan (50 Cent), zu einer einjährigen Kampfpause.

Aufstieg und Fall eines Champions

Doch dann kommt Maureen tragisch ums Leben und Billy gerät völlig aus der Bahn. Jordan,  der wegen Billys Kampfpause einen 30 Millionen-Deal verloren hat, lässt ihn fallen. Billy beginnt zu trinken, wird drogensüchtig und verliert sein gesamtes Vermögen. Als er ganz unten ist, nimmt ihm das Jugendamt auch noch Tochter Leila (Oona Laurence) weg.

Kampf ums Comeback

Total am Boden sucht sich Billy Hilfe bei Tick Wills (Forest Whitacker, Der Butler, Der letzte König von Schottland). Der Boxcoach, der selbst mit einem Alkoholproblem zu kämpfen hat, soll Billy trainieren und ihm dabei helfen, seine Boxkarriere fortzusetzen. Um im Ring einen taktischen Vorteil zu haben, schult Willis den bisher in der normalen Linksauslage kämpfenden Billy zum Rechtsausleger um. Tag für Tag gelingt es Billy immer mehr, sowohl sportlich als auch menschlich zu alter Stärke zurückzukehren. Doch er muss nicht nur für sein Comeback im Ring, sondern auch um das Sorgerecht für seine Tochter kämpfen. Und dabei hat er es mit dem stärksten Gegner zu tun: sich selbst.

Rechte: Tobis

Da ist sie wieder mal, die cineastische Berg- und Talfahrt eines Sportlers, in diesem Falle die eines Boxers. Southpaw erfindet die Geschichte des Boxfilms nicht neu und viele Erzählstränge hat man schon in anderen Filme, wie der Rocky-Sage zur Genüge sehen können. Aber ein Film ist immer so gut, wie die Schauspieler, die in ihm zu sehen sind und hier kann Southpaw mit Jake Gylenhaal als Boxer und Forest Whitaker als Coach mehr als nur in einer Runde punkten.

Blut, Schweiß und Tränen

In vielen Szenen könnte man der Meinung sein, Gyllenhaal spiele die Schmerzen nicht nur, nein,  er empfindet sie wirklich. Zu sehr hat sich der Akteur im Vorfeld der Dreharbeiten für seine Rolle geschunden. Stundenlanges Schinden im Kraftraum war nötig, um sich 15 Pfund Masse anzutrainieren. Das Blut, der Schweiß und die Tränen, die im Film fließen, bei Gyllenhaal flossen sie schon im Vorfeld der Dreharbeiten. Zugegeben, Southpaw ist teilweise schon sehr klischeebehaftet und vielleicht hat Regisseur und Ex-Boxer Antoine Fuqua (The Equalizer) versucht, zu viele Geschichten zu einer einzigen zu verknüpfen. Dennoch, das Thema des Aufstiegs, Falls und Comeback eines Underdogs funktioniert immer.

Phoenix aus der Asche

Umso besser natürlich, wenn man Oscar-Preisträger Forest Whitaker als abgehalfterten, mit Alkoholproblemen kämpfenden Boxcoach in seiner Ecke weiß. So wie einst Burgess Meredith in Rocky Sylvester Stallone die Spuckeimer ausleeren ließ, so lässt Whitaker den einstigen im Luxus lebenden Box-Weltmeister erst einmal das Klo putzen, um so die Tiefe des persönlichen Niedergang Gyllenhalls zu demonstrieren. Natürlich nur, um am Ende des Films, den Protagonisten wie Phoenix aus der Asche aufsteigen zu lassen.

All das hätte natürlich schon ausgereicht, um Southpaw die gewohnte Dramatik eines Boxfilms zu verleihen. Ob es dann noch notwendig war, den Kampf um die Tochter miteinfließen zu lassen, darüber mag man sich in den Rundenpausen streiten. Vielleicht wollte man damit einfach nur eine Weisheit zum Besten geben, dass der wahre Kampf außerhalb des Boxrings geführt wird.

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