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Weihnachten ist das Fest der Liebe. Nicht so bei der Familie des jungen Max (Emjay Anthony) – von Harmonie und Feststimmung ist in der Vorweihnachtszeit nichts zu spüren, und spätestens als der Rest der übellaunigen, schwer zu begeisternden Familie aufkreuzt, mitsamt unausstehlichen Kusinen im Gepäck, ist für Max das Fest gelaufen.

(K)ein besinnliches Fest

Obwohl sich seine Eltern (Toni Colette, In den Schuhen meiner Schwester und Adam Scott, Scheidungsschaden inklusive) alle Mühe geben, Max eine Freude zu machen, schwört er dem Weihnachtsbrauchtum ab und zerreißt einen an den Weihnachtsmann adressierten Brief. Doch das beschwört den gefährlichen, monströsen Begleiter von Santa Claus herauf – den gehörnten, Kinder verspeisenden Krampus.

Pünktlich zum Einsetzen eines noch nie da gewesenen Schneegestöbers trifft der bösartige Geselle ein, im Gepäck jede Menge dem eigentlichen Weihnachtszweck entfremdete Missgestalten, wie mörderische Engel und fleischfressende Teddybären. Max muss seine Familie eng um sich scharen und gemeinsam müssen sie begreifen, was das Fest der Liebe wirklich bedeutet – doch Oma Rebecca (Krista Stadler, Kommissar Rex) weiß aus eigener Erfahrung, dass der Krampus seinen Blutzoll fordern wird, sowie das Feuer im Kamin ausgeht…

Rechte: Universal Studios Inc. All Rights Reserved.

Regisseur Michael Dougherty hat mit seinem Halloween-Kultfilm Trick’r’Treat eindrucksvoll bewiesen, dass er Horror kann. Der Episodenfilm erzählt schaurig-spannend vom Brauchtum des Trick or Treat am 31. Oktober und was mit jenen passiert, die der Tradition abschwören. Mit Krampus versucht der Amerikaner nun in die eigenen Fußstapfen zu treten, was sehr viele Fans wohl auch gehofft haben. Doch Krampus ist in vielerlei Hinsicht ganz anders als sein Debütfilm, vor allem spielt er mit der Vermischung von Genres und greift eine ganz andere Thematik auf: Hier wird eine Geschichte erzählt, eine Aussage getroffen, während der Halloween-Klassiker Trick’r’Treat um des Filmes willen erzählt wird.

Großartiges Ensemble, schaurige Momente

Krampus wartet mit einem tollen Schauspielensemble auf, allen voran Charakterdarstellerin Toni Colette, die in herrlich schaurig-schönen Momenten jede Menge Charme versprüht. Die Kinderdarsteller sind allesamt hervorragend und mit Two-and-a-half-Men-Dauerbrenner Conchata Ferrell konnte ein witziger Sidekick gelungen besetzt werden.

Wo die Dramaturgie schwächelt und allzu große Logiklöcher auffallen, inszeniert der Regisseur besonders visuell und schafft es, den Erzählfluss damit nicht zu unterbrechen. Dass die Filmhandlung so gar nichts mit dem aus einem Alpenbrauchtum kommenden Namensgeber Krampus zu tun hat, wissen amerikanische Zuschauer natürlich nicht, und ganz ehrlich: den deutschsprachigen kann es auch egal sein, schließlich soll der Film gruseln, unterhalten und auch zum Schmunzeln bringen, was er größtenteils mit Bravour schafft. Eine wirklich andersartige Weihnachtshorrorkomödie, die fast ein bisschen 80er-Jahre-mäßig anmutet… Nicht nur zur Weihnachtszeit sehenswert!

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