Kill your friends

  • Großbritannien
  • ,
  • 99 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Kill your Friends

London in den 90ern: Der Britpop á la Oasis, Blur oder The Verve boomt und nicht nur die Musiker selbst schwimmen auf einer Erfolgswelle. Auch Produzent Steven Stelfox (Nicholas Hoult, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) erklimmt die Karriereleiter in großen Schritten – aber weil er ein fluchendes, koksendes Arschloch ist, bleibt die zu erwartende Beförderung aus. Und das nimmt Stelfox zum Anlass, um mit einem Baseballschläger auf etwaige Konkurrenz loszugehen, einen Kontrahenten stilvoll zu bepinkeln und überhaupt seiner mörderischen Ader freien Lauf zu lassen.

Schmutziges Business

Beruflich abhängig von Erfolg und Bekanntheit der Bands, hängt auch Stelfox‘ ganzes Lebensglück von seinen Talenten ab. Sein Arbeitsumfeld ist hart. Er muss sich gegen schmierige, deutsche Techno-Produzenten durchsetzen und trifft hin und wieder auf ebenso sonderliche Gestalten wie er eine ist.
Und wenn nicht alles klappt, wie es klappen soll, verwandelt er das so glamourös erscheinende Musikbusiness ganz schnell in ein makabres Blutbad. Der Phrase „Killing Tunes“ verleiht Steven Stelfox eine ganz neue Note. Mit Nachdruck.

Rechte: ASCOT

Dass im Musikbiz nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, wissen wir spätestens seit der jahrelangen Privatfehde der Gallagher-Brüder von Oasis. Doch auch hinter der Bühne geht es so richtig dreckig zu und genau hier setzt Kill your Friends an. Im Fokus ein mieser Dreckskerl von Plattenproduzent, der für einen guten Deal seine Mutter verkaufen würde und für den großen Erfolg über Leichen geht. Mag übertrieben klingen, aber Bestseller-Autor John Niven, auf dessen gleichnamigem Roman Kill your Friends basiert, weiß wovon er spricht. Er selbst hat jahrelang bei Plattenfirmen gearbeitet und dabei die spätere Erfolgsband Coldplay als „Radiohead für Trottel“ abgelehnt.

Ein Mistkerl zum Gernhaben

Mad Max: Fury Road-Star Nicholas Hoult brilliert als soziopathischer Mistkerl, dem es gelingt, zeitgleich Faszination und Abscheulichkeit auszustrahlen und für den man – und das schafft auch nicht jeder - trotz seines Drecksau-Verhaltens irgendwie Sympathie empfindet. Dass sich der Film und auch sein Hauptdarsteller nicht sonderlich ernst nehmen, kommt dem Ganzen nur zu Gute. Kill your Friends hat zwar kein Megabudget verbraten, dennoch setzte man auch bei den Nebenrollen nicht auf laienhafte B-Movie-Akteure. So ist unter anderem Moritz Bleibtreu (Stereo) mit einem herrlich übertriebenen Machoauftritt als deutscher Techno-Produzent zu sehen.


Kill your Friends ist nichts für schwache Nerven, aber wer auf tiefschwarze Komödien á la Brügge sehen … und sterben? oder Burke & Hare steht, liegt bei diesem Film auf alle Fälle richtig.

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