Im Herzen der See

In the Heart of the Sea

  • USA
  • ,
  • 123 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Im Herzen der See

Als Herman Melville (Ben Whishaw, James Bond: Spectre), Schriftsteller und späterer Autor des allseits bekannten Klassikers Moby Dick die Geschichte des ehemaligen Thomas Nickerson (Brendan Gleeson, Harry Potter und der Feuerkelch) hört, kann er sie kaum glauben, so ungeheuerlich und dramatisch klingt sie. 30 Jahre vor der Begegnung der beiden: Die „Essex“ ein Walfänger, läuft aus. An Board eine 19-köpfige Crew, darunter die Rivalen Captain Pollard (Benjamin Walker, Abraham Lincoln: Vampirjäger) und sein ehrgeiziger erster Maat Owen Chase (Thor-Schnuckel Chris Hemsworth), dessen junge Frau (Charlotte Riley, Edge of Tomorrow) zuhause um seine Rückkehr bangt. Als nach einem Sturm eine Wiederaufnahme des Jagdbetriebs in Frage gestellt wird, überredet Chase gemeinsam mit seinem Kumpel Matthew Joy (Cillian Murphy, 28 Days Later) die Crew, wieder in See zu stechen. Ein fataler Fehler wie sich herausstellt.

Schicksal

Denn die Waljagd entpuppt sich als Desaster – ein weißes Ungetüm von einem Wal greift das Schiff an und bringt es zum Kentern. Die Männer können sich einzig auf winzige Holzboote retten, ohne großartigen Proviant, Wasser oder die Möglichkeit, Hilfe zu suchen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als es mit den Heimtücken der offenen See und den langen Nächten des Pazifiks aufzunehmen, und so beginnt die schier hoffnungslose Reise zurück nach Hause. Und immer schwebt unter ihnen, wie ein böser Traum, der große weiße Wal, und beobachtet sie aus nasser Ferne…

Rechte: TM & © Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

Ron Howard (The Da Vinci Code: Sakrileg) kennt sich aus mit dramatischen Stoffen. Und bei Nathaniel Philbricks Romanvorlage Im Herzen der See hat er sich an einen hochdramatischen Stoff gewagt. Denn die Geschichte rund um die von einem Wal attackierte und gesunkene Essex ist wahr – und in Wirklichkeit war sie noch viel tragischer. Dass Herman Melville direkt mit einem Zeitzeugen gesprochen hat ist ein liebevolles Detail der Rahmenhandlung des Films, aber so nicht passiert. Tatsächlich hat er mit einem Nachkommen des ersten Maat, Owen Chase gesprochen, welcher als einer der Überlebenden in seinen letzten Jahren zunehmend dem Wahnsinn verfallen ist. Chris Hemsworth spielt diesen ersten Maat jedoch weniger angreifbar, als viel mehr wie wir ihn kennen: männlich, stark, leidenschaftlich. Nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht unbedingt immer glaubwürdig. Überhaupt fehlt es an manchen Stellen an Authentizität, doch dafür punktet der Film an ganz anderen Stellen.

Visuell stark

Auf visueller Ebene kann der Film überzeugen. Die Aufnahmen im Wasser, das Ungetüm von einem Wal, der wie damals die Rakete in Apollo 13 in der Tiefe sinkt, die Naturgewalten – all das fängt Howard mit einem Auge fürs Detail ein und lässt den Zuschauer atemlos zurück. Die Rivalitäten und Beweggründe der Mannschaft sind glaubhaft und vermitteln das Gefühl, dass es wirklich so passiert sein könnte. Manch platten Dialog kann man sich einfach wegdenken und die gewaltigen Aufnahmen des Ozeans einfach genießen. Obwohl der Film größtenteils vor Bluescreen gedreht wurde, merkt man ihm das nicht an und wenn man mit den Figuren um ihr Schicksal bangt, und die Hoffnungslosigkeit ihrer Situation ergreift, dann hat Howard genau das erreicht, was er erreichen wollte. Emotion pur und visuell sehr überzeugend – ein Abenteuerfilm, der zwar manchmal etwas überladen ist und manchmal etwas flunkert, aber alles in allem sehr viel zu bieten hat.   

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