Heidi

Heidi

  • Deutschland
  • ,
  • 106 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch
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  • Unsere Meinung
Heidi

Wer kennt nicht die Geschichte des Waisenmädchens Heidi (Anuk Steffen), welches zu seinem Großvater Alpöhi (Bruno Ganz, Der Untergang) in die Berge gebracht wird. Dort verbringt das kleine Temperamentbündel eine unbeschwerte Zeit und erlebt große Abenteuer, hocherhoben über den Dörfern und Städten der schönen Schweiz. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund, dem Geissenpeter (Quirin Agrippi) hütet das Mädchen Ziegen, erkundet die Wildnis und lernt, mit der Natur im Einklang zu leben.

Heidis Welt sind die Berge

Doch eines Tages bringt Heidis Tante Dete (Anna Schinz) das Mädchen gegen ihren Willen nach Frankfurt, einem Ort, der nicht gegensätzlicher zur einsamen Alm sein könnte. Nicht nur Großvaters Herz wird bei Heidis Abreise gebrochen, auch sie selbst leidet schrecklich in dieser neuen Welt, wo Benehmen, Manieren und adrettes Verhalten an der Tagesordnung stehen. Einziger Lichtblick bei der ernsthaften und viel zu langweiligen Familie Seesmann ist deren Tochter Klara (Isabelle Ottmann), die im Rollstuhl sitzt und die Lust am Leben verloren hat. Als Spielgefährtin zeigt Heidi Klara, wie schön es ist, ein Kind zu sein, und wie viel die Welt zu bieten hat und im Gegenzug für ihre Freundschaft bringt Klara Heidi das Lesen bei. Doch obwohl Heidi sich immer mehr einlebt und Klara zu einem festen Bestandteil ihres Lebens wird – sie kann und will ihren Großvater nicht vergessen, und auch die schöne Welt, die sie zurückgelassen hat, lässt das Mädchen los. Also muss ein Plan her! Und zwar schnell.

 

Rechte: Studiocanal GmbH

1880 erschien die Geschichte des kleinen Almmädchens Heidi in Form des Romans von Johanna Spyri. Die lehrreiche Erzählung wurde bereits in der Stummfilmzeit verfilmt und der Name Heidi und die Geschichte des Geissenpeters, des Almöhis und der im Rollstuhl sitzen Klara international bekannt.

Selbst in Japan nahm man sich 1974 Heidis an und setzte den Roman in eine sehr erfolgreich laufende Anime-Serie um, die bis heute zu den bekanntesten und meist gesehenen Kinderserien der Welt gehört.

Back to the Roots

Kein Wunder, dass im heutigen Zeitalter der Remakes und Reboots Heidi wieder zurück auf die Leinwand kehrte. Der Familienfilm-erprobte Filmemacher Alain Gsponer (Das Kleine Gespenst) saß auf dem Regiestuhl, als Kinderdarsteller wurden unbekannte, Schweizer Talente ausgesucht. Allen voran die junge Anuk Steffen, die mit einer so kindlichen Unbeschwertheit und Leichtigkeit spielt, dass es scheint, als hätte man der Graubündnerin die Heidi-Figur auf den Leib geschrieben. An ihrer Seite Isabelle Ottmann, die dem melancholisch-verträumten, ehrlichen Vorbild der Zeichentrickserie in nichts nachsteht und ein sehr lebhafter, facettenreicher Geissenpeter, gespielt von Quirin Agrippi.

Den Cast rundet eine wahre Schweizerisch-deutsche Filmgröße ab: Kein anderer als Bruno Ganz verkörpert den liebenswürdigen Alpöhi. Nicht zuletzt wegen seiner grandios berührenden Darstellung gerät der Film zu einem tollen Kinoerlebnis.

Mit überwältigenden Landschaftsaufnahmen (gut, in den Dreitausendern der Schweiz kann man auch nicht viel falschmachen), einem schönen Score und glaubwürdigen Dialogen schafft es Heidi das Mädchen von der Alm real werden zu lassen und balanciert stetig zwischen nostalgischer Werktreue und moderner Neuverfilmung. Der Film ist gesellschaftsrelevant, sozialkritisch, naturalistisch, romantisch. Und zugleich eine Lobeshymne auf das Verbundensein mit der Natur und dem Anliegen, Kinder gedeihen zu lassen, anstatt sie formen zu wollen.

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