Full Metal Jacket

  • Großbritannien, USA
  • ,
  • 116 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
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  • Unsere Meinung

Full Metal Jacket beginnt mit der Grundausbildung von Private Joker (Matthew Modine; The Dark Knight Rises, Transporter - The Mission) und Private Pyle (Vince D'Onofrio; Men in Black, Trennung mit Hindernissen). Ihr Ausbilder Sergeant Hartman (R. Lee Ermey; Sieben, The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning) kennt keine Gnade mit den Frischlingen. Er brüllt, erniedrigt und drillt ununterbrochen. Die Entmenschlichung der jungen Soldaten ist das Ziel. Hartmans liebstes Opfer ist dabei der dickliche und einfach gestrickte Private Pyle, der schließlich unter dem Druck der menschenverachtenden Erniedrigungen und dem allgemeinen Mobbing zusammenbricht. Am letzten Tag der Ausbildung nimmt sich Pyle in der Toilettenkabine des Rekrutenlagers vor den Augen Jokers das Leben.

Stanley Kubricks Anti-Kriegsfilm

Der blutige Suizid Pyles verfolgt Joker auch noch, als aus aller Theorie plötzlich ernst wird. Als Marine wird er nach Vietnam ausgeflogen. Allerdings muss der nachdenkliche Joker nicht an der Front kämpfen, sondern soll den USA als Korrespondent dienen. Kampfszenen sind dann auch eher nebensächlich in Stanley Kubricks (The Shining, 2001: Odyssee im Weltraum) gerühmten Anti-Kriegsfilm. Stattdessen stellt der Film, der zu großen Teilen im Studio entstand, die Psyche der Soldaten in den Vordergrund.

Rechte: TM & © Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

Erst 1987 kam mit Full Metal Jacket Stanley Kubricks Antwort auf Apocalypse Now und Platoon in die Kinos. Statt dem Vietnamkrieg war die reale Welt mit dem Kalten Krieg befasst und der tatsächliche Nahkampf mit Vollmantelgeschossen, die für den englischen Filmtitel Pate standen, gehörte damals nicht so sehr zum Soldatenalltag. Dabei schaffte es Kubrick wie kein anderer Regisseur, den Alltag der Soldaten darzustellen. Und allen voran den grausamen, entmenschlichenden Alltag der Ausbildung zum US-Marine. Der erste Teil des Films ist der stärkere und wartet auch mit den zwei größten Schauspieltalenten des Films auf: R. Lee Ermey (Sieben, The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning) als erbarmungsloser Schleifer und  Vince D'Onofrio, der sich für die Rolle des Außenseiters rund 30 Kilo anfraß - und am Set isoliert von den anderen Schauspielern war. So sollte sich D'Onofrio (Men in Black, Trennung mit Hindernissen) laut Ausnahmeregisseur Kubrick besser in die Rolle einfinden.

So wurde Full Metal Jacket dann auch für den Oscar nominiert. Das Drehbuch des Films ging bei den Academy Awards zwar leer aus und auch bei den Golden Globes reicht es nicht für R. Lee Ermey als bester Nebendarsteller. Dennoch etablierte sich der Film als einer der größten Anti-Kriegsfilme aller Zeiten.

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