Exodus: Götter und Könige

Exodus: Gods and Kings

  • Großbritannien, USA, Spanien
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  • 144 Minuten,
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Exodus: Götter und Könige
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Im Jahr 1300 vor Christus herrscht Pharao Seti (John Turturro, Plötzlich Gigolo) über Ägypten, während seine beiden Söhne Moses (Christian Bale) und Ramses (Joel Edgerton, Der große Gatsby) zusammen gegen die Hethiter kämpfen. Dabei rettet Moses das Leben seines Bruders. Doch der talentierte General ist auch von Selbstzweifeln geplagt. Bei einem Besuch der hebräischen Sklaven muss Moses nicht nur erkennen, wie sehr das Volk von seinem Vater unterdrückt und misshandelt wird. Von dem Sklaven Nun (Ben Kingsley, You kill me) erfährt er zudem, dass er selbst ein Jude ist. Es dauert nicht lange, und auch Ramses kommt Moses' wahrer Herkunft zu Ohren. Nach dem Tod Setis der neue Pharao und von seiner Mutter Tuya (Sigourney Weaver, Alien) angestachelt, schickt ihn Ramses schweren Herzens ins Exil.

Gespräch mit Gott

Neun Jahre später verdingt sich Moses als einfacher Schäfer und hat einen Sohn mit der Jüdin Zipporah (María Valverde, Cracks). Nachdem ihm Gott in einer Vision erscheint, kehrt er nach Ägypten zurück und verlangt von Ramses, dass er sein Volk ziehen lassen soll. Dieser weigert sich, da dies Ägyptens auf Sklaverei aufgebaute Gesellschaft zerstören würde. Daraufhin entbrennt ein Bürgerkrieg zwischen den Sklaven und den Ägyptern. Schließlich erscheint Gott Moses ein zweites Mal - und kündigt eine Reihe von Plagen an, die den Pharao in die Knie zwingen sollen.

Rechte: Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Der Exodus ist sicherlich einer der am häufigsten verfilmten Bibelgeschichten. Für seine monumentale Version der Geschichte von Moses und den zehn Geboten wählt Regielegende Ridley Scott (Prometheus - Dunkle Zeichen, Blade Runner) deswegen einen etwas anderen Ansatz. Von Anfang an steht das Verhältnis von Moses und Ramses im Mittelpunkt der Geschichte, die mystischen Elemente treten dagegen zumindest anfangs in den Hintergrund. Dabei ist der Pharao mehr als nur ein tyrannischer Herrscher. Dank des nuancierten Spiels von Joel Edgerton sind auch seine Motive nachvollziehbar und sein letztendliches Scheitern fast tragisch.

Der Prophet als Krieger

Auf der anderen Seite unterscheidet sich auch das Porträt von Moses deutlich von bisherigen Verfilmungen des Stoffes. Anstatt eines milden Propheten ist er hier der charismatische Rädelsführer einer blutigen Revolution. Dabei wird er von Christian Bale, der als Vorbereitung mal eben das Alte Testament und den Talmud durchlas, vielschichtig und durchaus ambivalent gespielt. Vor allem in der zweiten Hälfte werden jedoch die Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller von einer perfekt getricksten Bilderflut überstrahlt. Spätestens dann lässt der Film auch erzählerische Feinheiten vermissen und ergeht sich lieber in epischen Schauwerten. Insgesamt jedoch gelang es Ridley Scott mit Exodus: Götter und Könige eindrucksvoll, der alten Geschichte neuen Wind einzuhauchen und das biblische Ägypten bis ins kleinste Detail wiederauferstehen zu lassen.

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