Ein Hologramm für den König

A Hologram for the King

  • Deutschland
  • ,
  • 98 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch
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  • Unsere Meinung
Ein Hologramm für den König

Alan Clay (Tom Hanks) ist ein Geschäftsmann von 54 Jahren – und hat keine einfache Zeit hinter sich. Seine Ehe ist gescheitert, er kann seiner Tochter das College kaum finanzieren, sein Haus wurde unter seinem Wert verkauft und die Finanzkrise macht seiner Branche ordentlich zu schaffen. Weil er aus purer Verzweiflung seinem Chef eine gute Beziehung zu einem Neffen des saudi-arabischen Königs vorgeschwindelt hat, wird er prompt mit einer waghalsigen Geschäftsidee in den reichen Wüstenstaat geschickt: Er soll dem König und wichtigen Geschäftspartner eine Hologramm-Technologie vorstellen, die einer aufblühenden Wirtschaftsmetropole von großem Nutzen sein kann. Dabei muss Clay gut verstecken, dass seine Firma vor dem finanziellen Bankrott steht und er mit veralteten Geschäftsvorstellungen den rettenden IT-Deal durchbringen soll.

Auf der Suche nach dem Selbst

Neben all seinen persönlichen Leiden, der ungewissen Zukunft und seiner leidlichen Vergangenheit muss Clay sich nun auch noch mit den Gepflogenheiten einer völlig anderen, unamerikanischen Kultur, der Hitze, den vielen Menschen und der Ungewissheit, ob er überhaupt jemals einen Termin beim König bekommt, auseinandersetzen. Denn der König lässt Alan Clay warten und seine Geduld wird auf eine sehr harte Probe gestellt. Doch dann lernt Alan seinen persönlichen Chauffeur Yousef (Alexander Black) kennen, der ihm die saudi-arabische Kultur und ihre Menschen näherbringt; und er begegnet der wunderschönen Zahra (Sarita Choudhury, Homeland), einer Ärztin, deren Intelligenz und Eleganz ihn sehr beeindruckt. Das Treffen mit dem König gerät damit zur Nebensache und er entdeckt sich selbst und sein Leben neu.

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Mit Filmen wie Lola rennt, The International oder der Literaturverfilmung Das Parfum hat sich der deutsche Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Tom Tykwer einen Namen in der Filmbranche und vor allem auch in Hollywood gemacht. 2016 holt er sich für eine weitere Literaturverfilmung Tausendsassa und Oscarpreisträger Tom Hanks als Hauptdarsteller ins Boot – und präsentiert mit Ein Hologramm für den König ein sensibles Portrait eines vom Leben gebeutelten Amerikaners, der sich selbst in einer völlig fremden Kultur neu entdeckt. Culture Clash meets Selbstfindungstrip – und dabei schöpft Tykwer mit seinem Kameramann Frank Griebe (Cloud Atlas) bildtechnisch aus dem Vollen. In Marokko gedreht zeigt Ein Hologramm für den König gewaltige Aufnahmen von Wüstenmetropolen, Dünenlandschaften und hitzig-urbanen Flairs. Dabei kommt der Hauptdarsteller nie zu kurz – sein Seelenleben steht im Mittelpunkt und wird facettenreich über Bilder, Musik und zwischenmenschliche Begegnungen dargestellt. Wenn der Film am Schluss ein wenig ins Kitschige abrutscht, dann sei das verziehen; denn Selbstfindung bleibt nie emotionslos, sondern darf dramatisch und endgültig sein. Tykwer hat einen intelligenten, atmosphärisch dichten und grandios gespielten Soultrip inszeniert, der einem das Herz erwärmt und eine fremde Welt sehr nahe bringt.

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