Ein ganzes halbes Jahr

Me Before You

  • USA
  • ,
  • 111 Minuten,
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  • Unsere Meinung
Ein ganzes halbes Jahr
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Als die liebenswürdige, schusselige Louisa Clark (Emilia Clarke, Game of Thrones) den an seinen Rollstuhl gefesselten Tetraplegiker William Traynor (Sam Claflin, Love, Rosie – Für immer vielleicht, The Riot Club) kennenlernt, ahnt sie nur sehr wenig von seiner Geschichte: Der wohlhabende, erfolgreiche Geschäftsmann ist ein Lebemensch, der seine Freizeit mit Extremsportarten, schnellen Fahrzeugen und schönen Frauen verbringt. Doch von einem Tag auf den anderen ist alles anders: Er wird von einem Motorradfahrer angefahren und ist seit diesem Tag auf 24-Stundenpflege, einen Katheter und etliche Medikamente angewiesen.

Louisa Clark, die mit den Hummelstrumpfhosen

Louisa Clarke hat vor ihrem Treffen ein ganz anderes Leben geführt: Exzentrisch gekleidet und stets fröhlich hat sie ihren Lebensunterhalt und den ihrer Eltern in einem Café verdient. Als sie ihren Job verliert, findet sie eine neue Stelle bei den Traynors: Als seelischer Beistand und gute Kraft soll sie Will mit Vorlesen, Filmen und Gesprächen durch den Tag bringen. Doch Will ist seit seinem Unfall ein verbitterter, gebrochener Mann, in einem kaputten Körper gefangen. Seinen Frust und seine Bitterkeit lässt er an seinen Mitmenschen aus, allen voran an seinen vermögenden Eltern (Charles Dance, Janet McTeer).

Will Traynor, Zyniker mit Herz

Louisa beginnt also mit ihrer Arbeit bei den Traynors und obwohl Will sie offenkundig nicht leiden kann, schafft sie es, als feuriger Wirbelwind sein Leben auf den Kopf zu stellen. Mit der Hilfe ihrer smarten Schwester Katrina (Jenna Coleman, Captain America: The First Avenger) erstellt sie einen Plan, um Wills Lebenslust zurückzubringen und ihm zu beweisen, dass sein Leben, nach allem was ihm auch widerfahren ist, trotzdem lebenswert ist. Ohne zu wissen, dass seine Eltern sie genau aus diesem Grund eingestellt haben, beginnt Louisa sich zu verändern. Und mit ihrer Kraft und ihrem Selbstbewusstsein wächst auch Will, er erwacht aus seinem komatösen Dahinsiechen und gewinnt etwas von seinem alten Ich zurück. Doch er hat einen Plan und einen tiefsitzenden Wunsch und selbst Lou scheint ihn nicht davon abbringen zu können. Die junge Frau setzt aber alles daran, genau das zu tun – und schafft es sogar, die größte Trumpfkarte zu spielen, die sie hätte spielen können: Die Liebe.

Rechte: TM & © Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

Jojo Moyes gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen Großbritanniens (dem Land der erfolgreichen Schriftstellerinnen: Brontë, Blyton, Austen, Rowling…) und ihr Debütroman Me before You (Ein ganzes halbes Jahr) hielt sich monatelang auf den Bestsellerlisten. Kein Wunder, denn die Geschichte des querschnittsgelähmten, wohlhabenden Lebemanns und der herzlichen und ehrlichen Chaotin ist herrlich unkonventionell und trotzdem sehr tiefgreifend, schließlich behandelt das Buch hauptsächlich das Thema Sterbehilfe.

Wunderschön bebildertes Drama mit ernsten Tönen und großen Lachern

Bis zur Verfilmung des Romans hat es nicht lange gedauert und mit Thea Sharrock wurde eine handwerklich begabte, aber noch unbekannte Regisseurin gefunden. Sie setzt den Stoff als berührende Liebesgeschichte um, die sich vor dem Hintergrund eines sehr sensiblen und umstrittenen Debakels bewegt. Die schön bebilderte Romanze sticht aus ähnlichen Romantikdramas hervor und bietet über die ganze Filmlänge hinweg Emotion pur – auch Spannung und sehr viel Humor. Ein ganzes halbes Jahr ist eine gekonnte Mischung aus Ziemlich beste Freunde und Der Geschmack von Rost und Knochen – er kann den beiden zwar nicht das Wasser reichen, aber dennoch überzeugen. Vor allem der attraktive Sam Claflin macht sich als zynischer Griesgram im Rollstuhl sehr gut, der schöne Game-of-Thrones-Star Emilia Clarke an seiner Seite gibt eine amüsante, tollpatschige und authentische Protagonistin ab. Auch die Nebenrollen sind gut gecastet (wer entdeckt einen Harry-Potter-Star?) und die Figuren allesamt sehr ausgearbeitet und glaubwürdig.

Emotionen pur

Was den Film ganz besonders hervorhebt: Obwohl er mit bombastischen Aufnahmen der Südsee, dem malerischen England und einem verträumten Landhaus aufwartet, gleitet die Geschichte nie in den Kitsch ab. Und trotzdem fährt man als Zuschauer auf einer gewaltigen Gefühlsachterbahn und kommt vom herzlichen Lachen ins herzzerreißende Schluchzen. Will & Lou, Lou & Will: Das sind Emotionen pur.

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