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Im Grenzstreifen zwischen Mexiko und den noch jungen USA führen zwei rivalisierende Verbrecherarmeen ihren unerbittlichen Kampf - die roten Kapuzenmänner von Major Jackson (Eduardo Fajardo; Die gefürchteten Zwei, Großangriff der Zombies) und die Rebellen von General Rodriguez (José Bódalo; Zwei Compañeros, Volver A Empezar). Eines Tages erscheint ein wortkarger, zerlumpter Revolverheld in der Gegend, der einen Sarg hinter sich herschleppt. Sein Name ist Django (Franco Nero; Django Unchained, Stirb Langsam 2)  und er ist bereit, sich mit beiden Seiten anzulegen. Sein Sarg birgt eine tödliche Waffe und bald zieht sich eine blutige Spur durch das Grenzgebiet.

Django - Geburt einer Westernlegende

Die Halbmexikanerin Maria (Loredana Nusciak, Die sieben Gladiatoren, Das Leben ist schwer) wird von einer Mexikaner-Bande schwer misshandelt. Die Männer von Major Jackson, der mit seiner Bande in der Gegend von der ärmlichen Bevölkerung Schutzgelder eintreibt, greifen ein und erschießen alle Mexikaner. Sie wollen Maria aber aus rassistischen Motiven kreuzigen und verbrennen. Da taucht plötzlich der wortkarge Django auf, der einen Sarg hinter sich her zieht und erschießt die Männer von Major Jackson.

Django zieht mit in die nächstgelegene und fast verlassene Grenzstadt Nogales und lässt sich im Saloon nieder, in dem nur noch der Wirt Nathaniel (Ángel Álvarez; Kopfgeld: Ein Dollar, Tim und Struppi und die blauen Orangen) und einige wenige Bardamen leben. Django will an Major Jackson Rache nehmen, der seine Frau auf dem Gewissen hat. Major Jackson erfährt von Djangos Ankunft und erscheint im Saloon mit einigen Männern, um Django herauszufordern. Django macht mit Jacksons Männern kurzen Prozess, lässt den Major aber unter der Bedingung laufen, dass er  am nächsten Tag mit all seinen Männern erscheint. Es kommt zu einem Showdown, bei der Django eine böse Überraschung für die Bande von Major Jackson parat hat. Auch General Rodriguez erscheint auf der Bildfläche.

Rechte: Studiocanal GmbH

Django gehört zu den bekanntesten und prägendsten Filmen des Italowesterns. Besonders sein Auftreten als Anti-Held" beeinflusste spätere Westernfilme nachhaltig. Django ist eine gebrochene Figur, die sich stark vom seinerzeit klassischen, amerikanischen Westernhelden unterscheidet. Das Verhalten Djangos entzieht sich einer bis dato häufig anzutreffenden, klassischen Gut-Böse-Kategorisierung, insbesondere durch seine Selbstjustiz, seine Nichtachtung bürgerlicher Konventionen und seine Brutalität.

Django - Ein Prototyp des Antihelden  

Franco Nero (Django Unchained, Stirb Langsam 2)verkörpert diesen finsteren, gebrochenen Mann auf sehr überzeugende Weise. Als Hommage an diese erste Interpretation der Figur in Django, bekam Franco Nero einen Cameo-Auftritt in Django Unchained von Quentin Tarantino (Pulp Fiction, Inglourious Basterds).  

 

Auch stilistisch unterscheidet sich Django stark von den üblichen Westenfilmen der damaligen Zeit. Regisseur Sergio Corbucci (Leichen pflastern seinen Weg, Zwei Compañeros) verzichtet weitgehend auf die Totale, die Paradeeinstellung des US-Westerns. Corbucci setzte dagegen auf Großeinstellungen und schnelle Schnittabfolgen. Der Film verfügt über eine politische und gesellschaftskritische Ebene, die so in klassischen amerikanischen Westernmotiven nicht zu finden ist. Django gehört absolut zu den großen Klassiker des Italowestern.

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