Desierto - Tödliche Hetzjagd

  • USA
  • ,
  • 74 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
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  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Desierto - Tödliche Hetzjagd

Sengende Hitze, endlose Felsen, Sand und Staub und ein beschwerlicher Weg durch das Grenzgebiet liegen zwischen Mexikaner Moises (Gael Garcia Bernal, Das 11. Gebot) und seinem kleinen Sohn, den er endlich wiedersehen will. Um heimlich und schnell in die USA zu gelangen bezahlt Moises zwei Schleuser, die ihn und andere illegal in einem LKW über die Grenze bringen sollen. Doch dann bleibt der LKW liegen und inmitten der kargen Wüstenlandschaft sind die Flüchtenden gezwungen, den Weg zu Fuß zurückzulegen. Moises freundet sich mit der taffen Adela (Alondra Hidalgo) an, die ebenfalls gute Gründe hat um in die USA zu gelangen, und gemeinsam wollen sie den beschwerlichen Weg meistern. Doch dann kommt ihnen etwas dazwischen, das viel gefährlicher und willkürlicher ist als Wind und Wetter: ein blutdürstiger Ex-Soldat (Jeffrey Dean Morgan, Bus 657).

You shall not pass

Er schießt auf die Gruppe Illegale und beweist unglaubliche Zielsicherheit. Moises und Adela ist klar: Wenn sie dem Südstaatler in die Quere kommen, sterben sie. Denn der kennt keine Gnade und schon gar kein Mitleid; als selbsternannter Grenzposten will er den mexikanischen Immigranten eine Lektion erteilen, die sich gewaschen hat. Ihm zu Hilfe kommt sein top ausgebildeter Schäferhund, dessen Ohren und Nase jeden noch so gut versteckten Flüchtling enttarnen. Moises und Adela machen sich auf den Weg durch die Wüste, vor sich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, im Nacken den schießwütigen Ex-Soldaten, der alles daransetzt, die beiden zu erwischen…

Rechte: ASCOT

Desierto ist ein Film, der große Themen behandelt und noch größere Prämissen vorstellt: Es geht um Illegale Einwanderung, Immigration, Flucht, Selbstjustiz und Gerechtigkeit. Vor allem aber geht es um die Menschlichkeit, und dass diese unterschiedliche Facetten hat. Und dass jeder sie anders auslegt.

Doch neben seinen großen thematisch-moralischen Ansprüchen ist Desierto vor allem eins: Ein unglaublich gut gemachter, unterhaltsamer Thriller. Kein Wunder, denn Jonas Cuarón hat den Stoff entwickelt und verfilmt – und ihm ist das Talent in die Wiege gelegt worden. Sein Vater ist niemand Geringeres als der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón (Children of Men), der für seinen technisch überragenden Weltraum-Film Gravity zwei Oscars (Beste Regie, Bester Schnitt) und einen Golden Globe (Beste Regie) einheimsen konnte.

Starke Charaktere auf spannungsgeladener Hetzjagd

Jonas Cuarón, selbst mexikanischer Herkunft, inszeniert Hauptfigur Moises als sensiblen, ehrlichen und liebenswürdigen Charakter, den Umstände zu illegalem Handeln zwingen. Gael Garcia Bernal schafft es durch seine Darstellung sowohl Authentizität als auch Freiraum für Interpretationen einzubringen; und er lässt sich nicht von Jeffrey Dean Morgan (The Resident) an die Wand spielen, der eine überragende Leistung als kaltblütiger, treffsicherer Ex-Soldat abliefert. Seine Art der Selbstjustiz ist unglaublich brutal – und sehr, sehr willkürlich.

Desierto ist ein rasanter, spannender und mitreißender Film, der eine Hetzjagd zeigt, wie man sie sonst nur aus großen Actionblockbustern kennt. Doch hier liegt der große, entscheidende Unterschied: Desierto ist in all seiner drastischen Brutalität erschreckend realistisch. Und dabei sehr, sehr aktuell.

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