Der Nachtmahr

  • Deutschland
  • ,
  • 91 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Der Nachtmahr

In der Berliner Vorstadtidylle brechen die wohlhabenden Kids aus, indem sie eine wilde Partynacht nach der anderen feiern und sich dabei stroboskopischen Lichtern und eindringlichem Bassgedröhns hingeben. Mit so einer Partynacht fängt auch Tinas (Carolyn Genzkow, Sommer und Bolten) Geschichte an; als die hübsche 17-Jährige von der durchzechten Nacht nach Hause kommt, befindet sich ein seltsam hässliches, konturloses graues Wesen im Haus ihrer Eltern, eine Erscheinung irgendwo zwischen ungeborenem Fötus und bereits auf der Schwelle des Todes stehender Greis. Voller Panik flieht Tina vor dem Ding, das sie da heimsucht, doch es ist immer öfter da, ist ihr nah, sitzt vor dem Fernseher, frisst sich am Kühlschrank der Familie satt. Doch die Sicherheitsfirma, die die Eltern rufen, kann kein graues Wesen entdecken und auch sonst sieht es niemand. Tina zweifelt an ihrem Verstand, doch irgendwann schlägt ihr Argwohn und ihre Beklommenheit in fast etwas wie Zuneigung um – und plötzlich wird das alptraumhafte Wesen auch für Tinas Familie und Freunde sichtbar…

Rechte: 000 Films & Bon Voyage Films

Der Regisseur von Der Nachtmahr nennt sich selbst Akiz, war zweimal für den Studentenoscar nominiert und hat einen Großteil seines Lebens als bildender Künstler und Werbefilmer in den USA und präsentiert mit diesem alptraumhaften Coming-of-Age-Drama einen Meilenstein der Genreexperimente und eine völlig neue Facette des Neuen Deutschen Films. Vor Filmbeginn wird vor den Strobo-Effekten, der Lautstärke und dem neongrellen Farbenspiel gewarnt; nach dem Film ist klar, dieses Erlebnis ist nicht für Epileptiker geeignet.

Ein Kunstfilm mit einer Geschichte

Eingebettet in diese absolute Form der Kunst wird die parabelgleiche Geschichte eines jungen Berliner Mädchens erzählt, das von einem unheimlichen Alptraumwesen heimgesucht wird. Stellvertretend für die Abgründe ihrer Seele benimmt sich auch das Wesen seltsam menschlich und übernatürlich zugleich; erst mit Erkenntnis, dass für Tina selbst keine wirkliche Bedrohung von dem Nachtmahr ausgeht, wird er auch für die Menschen, die ihr nahestehen, zu etwas Greifbarem. Trotz der vielen Metaebenen, die der Regisseur dem Zuschauer vorsetzt, und der symbolhaften Manifestierung des Erwachsenwerdens, ist die Geschichte klar strukturiert und dient als Gerüst für den eigentlichen Star des Films: Die Kunstform Film an sich. Mit gewagten Bildern, außergewöhnlichen, und doch so simplen Effekten, und der Reduzierung auf das Bestehende wird Der Nachtmahr ein Filmerlebnis, wie es so noch nie in Deutschland dagewesen ist.

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