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Sechs junge Urlauber wollen etwas Ungewöhnliches erleben. Sie schlagen alle Warnungen in den Wind und fahren als "Extremtouristen" mit ihrem Tourguide in die Stadt Pripyat in der Urkaine. Hier wohnten einst die Arbeiter des Atomreaktors Tschnernobyl. Seit der Katastrophe vor über 25 Jahren ist der Ort eine Geisterstadt. Nach einem kurzen Rundgang strandet die Gruppe und merkt bald, dass sie durchaus nicht allein ist...

Rechte: TM & © Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

Was den "Chernobyl Diaries" Film trotz des Baukasten-Prinzips so interessant macht, sind zwei Dinge: Macher und Setting. Produzent und Drehbuchautor ist Oren Peli, der Mann hinter der Lowbudget-Hitreihe "Paranormal Activity". Seit ihm mit dem ersten Teil ein unglaublicher Kassenerfolg gelang und er ihn mit bislang drei Sequels wiederholen konnte, gilt er als neuer Meister des Lowbudget-Horrors. Doch anders als die "Paranormal Activity" Filme sind die "Chernobyl Diaries" trotz ihres Titels und einem größtenteils wackeligen Found-Footage-Stil nicht aus subjektiver Perspektive gefilmt. Nur zu Anfang wackelt es in ein paar Handy-Aufnahmen, danach hält Morten Søborgs Kamera halbherzig drauf, wenn es einer der Figuren an den Kragen geht. So vorhersehbar die Wendungen sind, so verblüffend ist, wie zaghaft Regiedebütant Bradley Parker den Splatter dosiert. Hier ein mutierter Fisch mit spitzem Gebiss, dort ein menschlicher Schatten in einem verlassenen Plattenbau - von allem ist ein bisschen zu sehen. Aber stets mehr, als für die Paranoia im eigenen Kopf nötig ist - und weniger, als es für wahren Ekel braucht. "Blair Witch Project" trifft "The Hills Have Eyes". Im Film Chernobyl Diaries wird bewusst auf ein unverbrauchtes Team von Jungschauspielern gesetzt. Die Hauptdarsteller Jesse McCartney, Jonathan Sadowski Nathan Phillips, Olivia Taylor Dudley, Devin Kelley Ingrid Bolsø Berdal, Dimitri Diatchenko, Pasha D. Lychnikoff versuchen durch ihre schauspielerische Leistung dem Film die nötige Tiefe zu geben, doch die Location ist alles! Das gilt nicht nur im Immobilienbusiness, sondern auch für Chernobyl Diaries, inszeniert von dem ehemaligen Spezialeffekt-Spezialisten Bradley Parker (u.a. für Fight Club und Let Me In). Basierend auf einer Idee von Paranormal Activity Mastermind Oren Peli. Zwar wurde der Film nicht vor Ort gedreht, denn die tatsächliche Stadt Pripyat ist in der Realität längst eine offizielle Touristenattraktion, aber die halbverfallenen osteuropäischen Ortschaften, die sich die Filmemacher als Ersatz ausgeguckt haben, bilden mit ihren verlassenen Häuserblocks, rostenden Autofriedhöfen und stillgelegten Jahrmarktsattraktionen ebenfalls einen ergiebigen Schauplatz für einen effektiven Schocker.

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