Cartel Land

Cartel Land

  • Deutschland
  • ,
  • 97 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Spanisch
Darsteller:
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  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Cartel Land

Allein seit 2006 hat der mexikanische Drogenkrieg 80 000 Menschenleben gefordert. Jedes Jahr machen dabei die mächtigen Kartelle einen Umsatz von ca. 50 Milliarden US-Dollar, vor allem mit der synthetischen Droge Crystal Meth. Mehr als genug Geld, um Polizei und Politik zu bestechen, um weiterhin ungehindert illegalen Geschäften nachzugehen. Dabei handeln sie schon längst nicht mehr nur mit Drogen, sondern auch mit Waffen, Organen und sogar Menschen. Gleichzeitig inszenieren sich die "Narcos" vor allem in ländlichen Gebieten als Wohltäter, die Schulen, Straßen und Krankenhäuser bauen.

Widerstand formiert sich

Auf sich allein gestellt, nimmt jedoch immer mehr die Zivilbevölkerung die Justiz in die eigene Hand. Ein besonders erfolgreiches Beispiel dafür sind die "Grupos de Autodefensas", die im Bundesstaat Michoacan im Süden Mexikos gegen ein Syndikat namens „Die Tempelritter“ vorgehen – zur Not auch mit Waffengewalt. Ihr Anführer ist der charismatische Arzt Jose Manuel Mireles. Mit ihrem Markenzeichen, den weißen T-Shirts, konnten sie bereits ein Dorf nach dem anderen von den Tempelrittern befreien.

Jenseits der Grenze

Auch auf der US-Seite hat sich eine Bürgerwehr gegründet. Sie nennt sich "Arizona Border Recon" und wurde von Tim Foley gegründet, einem Ex-Fallschirmspringer der US-Army. Er kennt die verheerende Wirkung von Crystal Meth ganz genau – er war selbst einmal von der Droge abhängig. Im 80 km langen "Cocaine Valley" ist der reaktionäre Foley mit seinen Mitkämpfern auf Patrouille, um Drogenkuriere abzufangen, bevor sie ihre gefährliche Ware verkaufen können.

Rechte: DCM Film Distribution GmbH

Als er beschloss, eine Dokumentation über den mexikanischen Drogenkrieg auf beiden Seite der US-Grenze zu drehen, war sich Regisseur Matthew Heinemann selbst nicht klar, auf was er sich da einließ. Über Monate hinweg gelang es ihm, das Vertrauen seiner Akteure zu gewinnen und ihnen bei ihrem lebensgefährlichen Alltag zu begleiten – teilweise völlig auf sich allein gestellt und nur mit einer Handkamera bewaffnet. Dabei geriet er auch selbst in Schießereien auf offener Straße oder erlangte Zugang zu echten Drogenküchen der Kartelle.

Grauzonen an der Grenze

Der Einblick, den er in seiner Dokumentation offenbart, verklärt dabei nichts. Sowohl Foley als auch Mireles werden nicht nur als gute Kämpfer gegen die bösen Kartelle dargestellt. Gleichzeitig wird deutlich, wie sie mit ihrer Selbstjustiz auf moralisch äußerst fragwürdigen Pfaden wandeln und Gefahr laufen, sich nicht mehr wirklich von ihren Feinden zu unterscheiden. Heinemann gelang ein packender Einblick in die grausame Realität des mexikanischen Drogenkriegs, der oft spannender ist als jede Fiktion. 

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