Bridge of Spies - Der Unterhändler

Bridge of Spies

  • USA
  • ,
  • 135 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Bridge of Spies

1957, der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion ist auf seinem Höhepunkt, als der in Amerika lebende Rudolf Abel (Oscar-Gewinner Mark Rylance, Anonymus) als Sowjetagent enttarnt und verhaftet wird. Bei der Vernehmung verweigert Abel jedoch jegliche Zusammenarbeit. Als Pflichtverteidiger wird ihm James Donovan (Tom Hanks) zur Seite gestellt, ein fähiger Jurist, der aber als Versicherungsanwalt nicht die richtige Erfahrung für sein neues Mandat mitbringt.

Donovan ist zunächst skeptisch, zumal die Verteidigung eines russischen Spions von vielen als Landesverrat angesehen wird und seine Frau Mary (Amy Ryan, Gone Baby Gone) und seine Tochter bedroht werden. Dennoch setzt sich er sich für seinen Klienten ein und deckt auch einige Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Abels Verhaftung auf. Donovan gelingt es, dass das Gericht von der Todesstrafe absieht und das Urteil  in eine 30-jährige Haftstrafe umwandelt.

Als Unterhändler nach Ost-Berlin

Der CIA-Beamte Hoffman (Scott Shepard, Idiocracy) ist von Donovans Auftritt im Gerichtssaal so beeindruckt, dass er ihn wenig später mit einer weiteren brisanten Mission beauftragt. Ein US-Spionageflugzeug) wurde über der Sowjetunion abgeschossen und der Pilot Francis Gary Powers (Austin Stowell, Mein Freund, der Delfin) gefangengenommen. Just zum Beginn des Mauerbaus soll James Donovan als Unterhändler nach Ost-Berlin reisen um dort einen Gefangenenaustausch zu initiieren. Doch die Verhandlungen mit den Sowjets laufen nicht so wie geplant, zumal noch ein weiterer US-Bürger als Spion inhaftiert wurde.

Rechte: Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Wenn Tom Hanks und Steven Spielberg gemeinsam einen Film machen, dann liegt die Messlatte der Erwartungen schon verdammt hoch. Wenn der dann auch noch zu Zeiten des Kalten Krieges spielt und auf wahren Begebenheiten beruht, dann ist dies eine cineastische Kombination, die eigentlich prädestiniert für einen Oscar ist. Kein Wunder also, dass Bridge of Spies für sechs Oscars nominíert wurde.  Dass aber ausgerechnet der britische Theaterschauspieler Mark Rylance (Anonymus) als Bester Nebendarsteller mit dem Oscar ausgezeichnet wird (und das bei den Mitnominierten Tom Hardy, Christian Bale, Mark Ruffalo und Sylvester Stallone) und die einzige Auszeichnung für den Film holt, hatte vorher wohl auch kaum einer auf dem Schirm.

Rylance brilliert an Hanks Seite

Doch der Oscar ist mehr als nur verdient, denn wer neben Hollywood-Superstar Tom Hanks nicht nur mitspielt, sondern auch noch ebenbürtig erscheint, muss was können. Und so spielt Rylance den in den USA enttarnten und inhaftierten sowjetischen Spion Rudolf Abel, der aber nicht, wie in vielen anderen Filmen des Spionagegenres von Beginn an als Buhmann auserkoren wurde, sondern über den Verlauf des Films sogar die Sympathien des Zuschauers gewinnen kann.

Tom Hanks spielt den Anwalt Donovan, der sich den Anfeindungen, Bedrohungen und dem politischen Druck widersetzt, grundsolide, wie man es von ihm kennt. Sein Auftritt in  Bridge of Spies sticht zwischen seinen bisherigen Rollen nicht hervor, was allerdings nicht als Kritik zu verstehen ist, sondern als Lobpreisung seines bisherigen Schaffens. Und wer hätte vor Gericht nicht solch einen smarten und sympathischen Anwalt an der Seite wie ihn Hanks als James Donovan mimt.

Gelungenener Genre-Mix

Bridge of Spies ist kein reinblütiger Spionagefilm, vielmehr ist er eine gelungene Mischung aus Agentenmovie, Gerichtsdrama, Politthriller und Kalte-Krieg-Story perfekt inszeniert von Meisterregisseur Steven Spielberg, der wieder mit einer gewaltigen Bildsprache aufwartet und mit einer einzigen Szene mehr  zu erzählen vermag, als manch anderer seiner Branche mit einem ganzen Film.  Er ist auch eine Hommage an Mut, Gerechtigkeit und Freundschaft inmitten der Wirren des Kalten Krieges im direkten Umfeld des Mauerbaus.

Wer Spionage- bzw. Politthriller wie Der Spion, der aus der Kälte kam, Die drei Tage des Condor oder Thirteen Days mag, der wird auch an Bridge of Spies garantiert Gefallen finden.

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