Bauernopfer - Spiel der Könige

Pawn Sacrifice

  • USA
  • ,
  • 115 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Unsere Meinung
Bauernopfer - Spiel der Könige

Der Kalte Krieg beherrscht Politik, Gesellschaft und Privatleben der Menschen Amerikas und Russlands im Jahr 1972. Doch der junge Bobby Fisher (Tobey Maguire, Spider-Man) entwickelt sich trotz der Einschränkungen und der ständig drohenden Gefahr des tatsächlichen Krieges zum größten Schachspieler, den die USA je gesehen haben. Das bringt die Amerikaner dazu, den Jungen in Reykjavik als größten Schachspieler der Welt unter Beweis zu stellen. Dort soll er stellvertretend für die Großmacht Amerika inmitten politischer Spannungen, schwelender Konflikte und drohender Eskalationen gegen das im Schach dominierende Russland antreten – er ist die erste wirkliche Chance, die Russen im königlichen Spiel zu besiegen. Doch obwohl Schach kein besonderes medienreges Spiel ist und die Weltmeisterschaften kaum Beachtung fanden geraten die Meisterschaften 1972 zum medialen Spektakel – und zu einem Katalysator des Kalten Krieges. Die Welt schaut auf den Wettkampf zwischen Fisher und dem russischen Meisterschachspieler Boris Spasski (Liev Schreiber, Salt). Die Partie gerät zunehmend zur Bewährungsprobe für alle Zusehenden und die Beteiligten selbst. Vor allem Fisher scheint dem Druck nicht standzuhalten: Der paranoide Exzentriker sieht eine gewaltige Verschwörung gegen sich in Gang gesetzt und will eher das Spiel abblasen, als zuzulassen, dass er zu einer Spielfigur politischer Machenschaften gerät. Doch Spasski hat kein Interesse an einem unfair gewonnen Spiel; er nimmt nur einen wirklich verdienten Sieg hin. Die Situation gerät immer mehr zu einem unausgewogenen Patt – und schlägt hohe Wellen, weltweit…

Rechte: Studiocanal GmbH

Ob der Amerikaner Bobby Fisher der beste Schachspieler aller Zeiten ist, sei einmal dahingestellt. Sicher ist, dass er die schillerndste Figur des Schachsports war, und dass er mit seinen Eskapaden und Ausfällen Zeit seines Lebens im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit rund um den königlichen Denksport stand. Spiderman-Star Tobey Maguire mimt den psychotischen und von exzentrisch-genialen Ausfällen geplagten Schachstar und verleiht ihm die richtige Portion Patriotismus, Antipathie und Arroganz. Sein sowjetisches Gegenüber spielt Hollywood-Bösewicht Liev Schreiber, der Authentizität und Extravaganz mit ins Schau- und Schachspiel bringt. Insgesamt verläuft die Handlung nach eindeutigen Erzählmustern und weicht nie von der klassischen Erzählform ab – Regisseur Edward Zwick schafft es aber, den Film emotional aufzuladen und ein elektrisierendes Biopic zu inszenieren. Dabei gibt er beiden Seiten genügend Heroismus und Dominanz, und definiert Bobby Fisher als Propagandainstrument der US-Amerikaner auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, wo Hysterie und Panik um sich griffen und nur ein wirklich herausragendes Spiel seine Spieler zu aufrührerischen Stars ihrer Zeit machte.

Talentierter Regisseur mit Sinn für Dramen

Schon mit anderen großartig inszenierten Dramen aus dem unkonventionellen Bereich machte sich Regisseur Zwick einen Namen in Hollywood: Er inszenierte unter anderem Last Samurai mit Tom Cruise, Blood Diamond mit Leonardo diCaprio oder das verkannte, grandios gespielte und großartig bebilderte Erste-Weltkriegs-Drama Legenden der Leidenschaft mit den Weltstars Brad Pitt und Anthony Hopkins als Vater-Sohn-Gespann, welches unbedingt einen Blick wert ist.

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