American History X

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  • 118 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
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  • Unsere Meinung

Nach dem Tod seines Vaters mutiert der noch jugendliche Derek Vinyard (Edward Norton; Fight Club, Der unglaubliche Hulk) zum gefürchtetsten Neonazi der Stadt. In mitreißenden Hetz-Reden radikalisiert er bei Dosenbier und Rockmusik seine Skinhead-Freunde weiter. In Schwarz-Weiß-Bildern zeigt Regisseur Tony Kaye (Snowblind, Detachment) den Hass auf Fremdes und Unbekanntes auf den kalifornischen Straßen, der unter den Skinheads ebenso grassiert wie bei den anderen ethnischen Gruppen und Gangs in der Stadt.

Edward Norton gibt den brutalen Neonazi

Als eines Nachts zwei Afroamerikaner versuchen Dereks Auto zu stehlen, sieht er rot und rastet aus. Derek ermordet die Diebe auf brutalste Weise, erhält aber dafür nur eine dreijährige Haftstrafe wegen Totschlags. Von seinen Neonazi-Freunden gefeiert, wandelt sich Derek im Gefängnis allmählich zu einem anderen Menschen. Vom anstachelnden Fanatiker wird er immer mehr zum nachdenklichen Einzelgänger - eine Entwicklung, bei der die Erfahrung von Gewalt im Gefängnis eine maßgebliche Rolle spielt, aber auch der farbige Mitinsasse (Guy Torry; Sag' kein Wort, Animal - Das Tier im Manne), mit dem Derek in der Wäscherei arbeitet und viel Zeit verbringt.

American History X thematisiert die Naziszene in den USA

Während Derek hinter Gittern sitzt, tritt dessen jüngerer Bruder Danny (Edward Furlong; Terminator 2 - Tag der Abrechnung, The Green Hornet) langsam in seine Fußstapfen in der Neonazi-Szene. Etwas was Derek nun unbedingt verhindern will. Danny soll nicht die gleichen Fehler machen, wie er selbst. Nachdem Danny einen Aufsatz für die Schule provokativ unter dem Titel My Mein Kampf" verfasst, bekommt er daraufhin vom afro-amerikanischen Schulleiter Dr. Bob Sweeney (Avery Brooks; Star Trek: Deep Space Nine, Spenser) Einzelstunden.

Vergeblich versucht Derek zu verhindern, dass Danny auf ein Rechtsrock-Konzert des älteren Neonazi-Anführers Cameron Alexander (Stacy Keach; Mike Hammer, Das Bourne Vermächtnis) geht. Derek entschließt sich, selbst aufs Konzert zu gehen, um seinen früheren Mentor Alexander über seinen Sinneswandel zu informieren und ihn von Danny fernzuhalten. Es kommt zur Konfrontation unter den einstigen Freunden... 

Rechte: Warner

Weite Teile von American History X sind in Schwarzweiß verfilmt. Der Film bekommt erst Farbe, als Derek (Edward Norton; Fight Club, Der unglaubliche Hulk) das Gefängnis verlässt und versucht seinen jüngeren Bruder vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Die farbigen Szenen stehen für die Gegenwart, die schwarzweißen Aufnahmen für die Vergangenheit. Farblos ist Edward Nortons grandioses Schauspiel aber keineswegs. In der Darstellung eines geläuterten Neonazis beweist Norton, welches Talent in ihm steckt. Dass sein Talent so zum Glänzen kommt, ist dem Drehbuchschreiber David McKenna (Blow, Get Carter - Die Wahrheit tut weh) und Regisseur Tony Kaye zu verdanken.

American History X: Mitreißende Milieu-Studie

Erstmals griff Hollywood mit American History X das Thema Fremdenhass ungeschönt und in ernst zu nehmender Weise auf. Der Film, der am Ende in großen Schritten erzählt, zeigt sehr anschaulich, wie sich hasserfülltes Gedankengut verbreitet. Was jedoch fehlt, ist eine wortgewaltige Gegenseite. Während Derek als Nazi noch Reden schwingen und aufstacheln darf, fehlt der Linken ein großer Redner. Stattdessen sind es kleine, alltägliche Schritte, die aus dem Fanatiker in American History X schließlich einen neuen Menschen machen. Ein sehr beeindruckender und emotional mitnehmender Film.   

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