Tom Tykwer Filme

Geburtsname: Tom Tykwer
Geburtstag: 23. Mai 1965 in Wuppertal (Deutschland)
Wichtigste Auszeichnungen: 1 Bambi, 1 Jupiter, 5 Deutsche Filmpreise, 4 Bayerische Filmpreise, Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin

Mini-Biographie:

Tom Tykwer ist ein deutscher Regisseur, Drehbuchtautor, Filmproduzent sowie Filmmusikkomponist und einer der renommiertesten Filmemacher Deutschlands. Sein Durchbruch im Kino gelang ihm 1998 mit dem Thriller Lola rennt. Mit Blockbustern wie Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (2006),  The International (2009) und Cloud Atlas (2012) erzielte Tom Tykwer auch international große Erfolge. Am 23. Mai 2015 feierte der Filmschaffende seinen 50. Geburtstag.  

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Filme von Tom Tykwer

Die besten Zitate von Tom Tykwer

"Für mich ist das Kino immer dann befriedigend, wenn es meine Sinne stimuliert, mich lustvoll vereinnahmt - und dennoch auch gedanklich weiter beschäftigt. Ich meine damit: wirklich gelungene Filme können beides - sie erschließen sich intuitiv und intellektuell."
Tom Tykwer spricht darüber, wie aus seiner Sicht ein gelungener Film aussieht - und hat dabei nicht zufällig sein eigenes Werk Cloud Atlas im Hinterkopf.

"...ich hatte seit Ewigkeiten ein Bild im Kopf, das Bild einer Frau mit feuerroten Haaren, die verzweifelt und entschlossen rennt und rennt und rennt."
Tom Tykwer über seine Entstehungsidee zu seinem Durchbruchserfolg Lola rennt.

"Mit dem deutschen Film ist es ein ewiges Auf und Ab."
Tom Tykwer auf die Frage, wie es dem deutschen Film derzeit eigentlich geht.

Wichtigste Auszeichnungen

2014: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
2011: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Beste Regie für Drei
2010: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Beste Regie für Drei
2007: Jupiter in den Kategorien Bester deutscher Film und Beste deutsche Regie für Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
2006: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Beste Regie und ein Bambi in der Kategorie Bester Film national jeweils für Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
2001: Zwei Deutsche Filmpreise in der Kategorie Bester Spielfilm in Silber für Heaven und Der Krieger und die Kaiserin
1999: Zwei Deutsche Filmpreise in den Kategorien Bester Spielfilm in Gold und Beste Regie für Lola rennt
1998: Preis der deutschen Filmkritik in der Kategorie Bester Spielfilm sowie Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Beste Produktion jeweils für Lola rennt, Deutscher Filmpreis in der Kategorie Bester Spielfilm in Silber für Winterschläfer sowie der Deutsche Kritikerpreis
1994: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Beste Nachwuchsregie
1993: Preis der deutschen Filmkritik in der Kategorie Bester Spielfilm für Die tödliche Maria

Biografie Tom Tykwer

Wenn es um Film geht, kann Tom Tykwer einfach alles: er führt Regie, schreibt Drehbücher, übernimmt die Produktion und komponiert seine eigene Filmmusik. Natürlich macht er nicht bei jedem seiner Filme immer alles, aber er könnte wenn er wollte. Nur vor der Kamera hat sich der deutsche Filmemacher noch nicht versucht. Dabei hat auch Tom Tykwer einmal ganz klein angefangen. Genau genommen am 23. Mai 1965, als er in Wuppertal zur Welt kommt. Fast ein Wunder bei seinem Talent, dass er seine Geburt nicht mitfilmt, aber in den 1960ern waren die Kameras noch recht sperrig... Viel Zeit lässt sich der kleine Tom allerdings nicht mit der Filmerei. Bereits mit elf Jahren dreht er seine ersten Filme im Super-8-Format. Zwei Jahre später arbeitet Tom Tykwer bereits als Filmvorführer im Wuppertaler Kino Cinema - das ist er gerade mal 13 Jahre alt.

Nach seinem Abitur bewirbt sich Tom Tykwer an mehreren Filmhochschulen, die lehnen ihn jedoch gegen alle Erwartungen ab. Und so kehrt er Wuppertal den Rücken und geht 1985 nach Berlin, um Philosophie zu studieren. Nebenbei jobbt er als Filmvorführer in Programmkinos. Schon 1988 übernimmt Tom Tykwer die Leitung der Berliner Moviemento-Kinos, doch davon allein kann er nicht leben. Nebenbei verdient er sich sein Auskommen mit dem Redigieren von Drehbüchern und Verfassen von Portraits diverser Regisseure. Zu jener Zeit trifft Tom Tykwer den damaligen Kameraassistenten Frank Griebe. In nicht allzu ferner Zukunft wird Frank Griebe (Deutschland. Ein Sommermärchen, Absolute Giganten) als Kameramann mit Tom Tykwer seine ersten Filme drehen und bis heute nicht mehr von seiner Seite weichen. Von Tykwers Erstlingswerk Die tödliche Maria (1993; mit Nina Petri, Josef Bierbichler und Peter Franke) bis zum letzten großen Blockbuster Cloud Atlas (2012; mit Tom Hanks, Halle Berry und Ben Whishaw) drehte Frank Friebe fast jeden Film mit ihm.

Anfang der 1990er also beginnt Tom Tykwer damit, Filme zu drehen. Den Anfang machen die beiden Kurzfilme Because (1990) und Epilog (1992), ehe er 1993 mit Die tödliche Maria seinen ersten langen Spielfilm hervorbringt. Der Krimi um die frustrierte Ehefrau Maria wird im ZDF und auf den Hofer Filmtagen gezeigt, ehe der Streifen weltweit bei über 60 Filmfestivals auf der Aufführungsliste steht.

Lola rennt um ihr Leben und die Liebe von Tom Tykwer

1994 gründet Tom Tykwer zusammen mit Produzenten Stefan Arndt und den Regisseuren Dani Levy und Wolfgang Becker die unabhängige Fernseh- und Filmproduktionsgesellschaft X Filme Creative Pool", um die eigenen kreativen Ideen abseits des Kommerzdrucks besser umsetzen zu können. Hier entstehen unter anderem Filme wie Good Bye, Lenin! (2003; mit Daniel Brühl, Katrin Sass und Maria Simon), Alles auf Zucker (2004; mit Henry Hübchen, Hannelore Elsner und Udo Samel), Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (2007; mit Helge Schneider, Ulrich Mühe und Ulrich Noethen), Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte (2009; mit Christian Friedel, Leonie Benesch und Ulrich Tukur) sowie natürlich alle Filme von Tom Tykwer. Sein erster Film mit X Filme Creative Pool" entsteht 1997 unter dem Titel Winterschläfer (mit Ulrich Matthes, Heino Ferch und Floriane Daniel). In diesem von Kritikern sehr geschätzten Thriller-Drama arbeitet an der Filmmusik neben Tom Tykwer auch noch Reinhold Heil, einst Mitglied der Nina Hagen Band und der NDW-Band Spliff (Carbonara, Das Blech). Seit Winterschläfer gehört Reinhold Heil zu den Stammkomponisten der Tykwer-Filme.

Anno 1998 setzt sich Tom Tykwer einen Meilenstein in seine persönliche Vita. Er dreht mit dem Episoden-Thriller Lola rennt (1998; mit Armin Rohde, Joachim Król und Ludger Pistor) den vielleicht besten deutschen Film seit Das Boot (1981; mit Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer und Martin Semmelrogge). Lola rennt wird national wie international mit Preisen überhäuft und mutiert sogar in den USA zu einem Blockbuster. Tom Tykwer verhilft mit diesem Meisterwerk an Spannung sich selbst und seiner Produktionsfirma X Filme Creative Pool" sowie seinen beiden Hauptdarstellern Franka Potente (Die Bourne Identität, Anatomie) und Moritz Bleibtreu (Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt, Nicht mein Tag) zum Durchbruch. Franka Potente schafft außerdem noch den privaten Durchbruch bei Tom Tykwer, von 1998 bis 2002 sind die beiden ein Paar.  

Tom Tykwer von der Heimat raus aufs internationale Parkett

Auch in seinem nächsten Film Der Krieger und die Kaiserin (2000; mit Benno Fürmann, Joachim Król und Lars Rudolph) besetzt Tom Tykwer die Hauptrolle der Kaiserin" mit seiner damaligen Herzkönigin Franka Potente. Das Liebesdrama über einen gescheiterten Bankräuber und eine schwer verliebte Krankenschwester dreht Tom Tykwer vor allem in seiner Heimatstadt Wuppertal, weshalb er ihn auch seinen persönlichen Heimatfilm nennt.

Sein nächstes Projekt Heaven (2002) beamt Tom Tykwer zwar nicht gleich in den Himmel oder gar nach Hollywood, dafür kommt Hollywood in Form von Cate Blanchett (Film-Trilogie Der Herr der Ringe, Blue Jasmine) und Giovanni Ribisi (Avatar - Aufbruch nach Pandora, Nur noch 60 Sekunden) zu ihm nach Europa. Die deutsch-US-amerikanische Co-Produktion, die Tom Tykwer aufgrund seines Erfolges in den USA mit Lola rennt möglich wurde, spielt in Italien und handelt von der Englischlehrerin Philippa (Cate Blanchett) auf Rachefeldzug, doch anstatt eines anvisierten Drogendealers tötet sie mit einer Bombe vier unschuldige Menschen. Einer der verhörenden Polizisten verliebt sich jedoch in Philippa und will ihr zur Flucht verhelfen.

Nach dem Kurzfilm True (2004) mit Natalie Portman (Black Swan, Star Wars: Episode I-III) konzentriert sich Tom Tykwer auf sein bislang gewaltigstes Filmprojekt: der 60 Millionen Euro teure Historienkrimi Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders. Der Film aus dem Jahre 2006 basiert auf den gleichnamigen Weltbestseller von Patrick Süßkind und wartet mit einer Vielzahl nationaler wie internationaler Top-Stars wie Dustin Hoffman (Rain Man, Die Reifeprüfung), Alan Rickman (Filmreihe Harry Potter, Stirb langsam), Corinna Harfouch (Whisky mit Wodka, Erkan & Stefan gegen die Mächte der Finsternis), Jessica Schwarz (Romy, Jesus liebt mich) und Karoline Herfurth (Fack ju Göhte, Vincent will Meer) auf. Lediglich der Hauptdarsteller Ben Whishaw (The International, Cloud Atlas) ist damals noch ein eher unbekannter Theatermime. Und auch wenn die Kritiken etwas gemischt ausfallen, erobert Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders in halb Europa die Spitzenpositionen der Kinocharts und spielt bei geschätzten 60 Millionen Euro Produktionskosten weltweit über 135 Millionen Euro ein. Die Produktion des Historien-Blockbusters übernimmt übrigens Bernd Eichinger (Der Name der Rose, Filmreihe Resident Evil), der bei dem überaus zähen Erwerb der Filmrechte von Patrick Süßkind die ebenfalls interessierten Hollywood-Regisseure Martin Scorsese (The Wolf of Wall Street, Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia), Milo Forman (Einer flog über das Kuckucksnest, Larry Flynt - Die nackte Wahrheit), Ridley Scott (Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Exodus: Götter und Könige) und Tim Burton (Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street, Sleepy Hollow) ausstach.

Tom Tykwer und The International

Der Titel seines nächsten Filmwerkes The International (2009; mit Ulrich Thomsen, Axel Milberg und Ben Whishaw) könnte für Tom Tykwer nun längst ein Namenssynonym darstellen, denn der deutsche Filmemacher arbeitet nun vor allem auf internationaler Ebene. Auch der Politthriller The International, der von skrupellosen Machenschaften korrupter Banker handelt, ist eine deutsch-englische-US-amerikanische Co-Produktion und glänzt mit echten Weltstars. In den Hauptrollen spielen Clive Owen (Elizabeth - Das goldene Königreich, Die Bourne Identität), Naomi Watts (Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit), King Kong) sowie Armin Mueller-Stahl (Illuminati, Akte X - Der Film). Gedreht wird der Thriller vor allem in Berlin Babelsberg, Wolfsburg, Norditalien und Lyon.

Mit dem komödiantischen Liebesdrama Drei (2010; mit Sophie Rois, Sebastian Schipper und Devid Striesow), welches von einer ungewöhnlichen Dreieckbeziehung sowie vom Leben, der Liebe, dem Tod sowie sexueller Verwirrungen handelt, packt Tom Tykwer ausnahmsweise mal wieder ein sehr nationales Projekt mit der Stadt Berlin als Schauplatz an. Doch wer dreht schon lange in einer einzigen Stadt, wenn er den ganzen Himmel dafür haben kann? Da sagt auch Tom Tykwer nicht Nein". Doch als bodenständiger Wuppertaler greift er nicht nach den Sternen, sondern nach den Wolken - Willkommen im Cloud Atlas.

Cloud Atlas - himmlisches Monumental-Epos mit Wolken und Stars

Nachdem Tom Tykwer mit Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders bereits ein Buch auf die Leinwand bannte, das eigentlich als unverfilmbar galt, wagt sich der deutsche Filmemacher im Jahre 2012 an ein noch komplexeres Schriftstück: er verfilmt den Roman Der Wolkenatlas" von David Mitchells und nennt den Film Cloud Atlas. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit von den Geschwistern Lana und Andy Wachowski, welche durch die Matrix-Trilogie (1999 - 2003; mit Keanu Reeves, Hugo Weaving und Laurence Fishburne) einen Weltruf in der Filmbranche erlangten. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Zeitreise mit sechs verschiedenen Handlungssträngen von der Vergangenheit des 19. Jahrhunderts bis in eine ferne Zukunft. Dies ist auch der Grund, was die Umsetzung des Filmes so komplex macht. Auch die Finanzierung steht anfangs auf etwas wackligen Beinen, immerhin ist Cloud Atlas mit geschätzten 100 Millionen Euro Produktionskosten kein Low-Budget-Streifen, sondern der teuerste deutsche Film der Kinogeschichte.

Cloud Atlas kann dabei aber ein Star-Aufgebot bieten, bei dem auch die meisten Hollywood-Produktionen vor Neid erblassen würden. Unter anderem spielen in diesem Epos Tom Hanks (Forrest Gump, Der Soldat James Ryan), Halle Berry (James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag, Filmreihe X-Men), der mittlerweile sehr berühmte Ben Whishaw (James Bond 007 - Skyfall, Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders), Hugo Weaving (Film-Trilogie Der Herr der Ringe, Film-Trilogie Matrix), Hugh Grant (Haben Sie das von den Morgans gehört?, Vier Hochzeiten und ein Todesfall), Susan Sarandon (The Rocky Horror Picture Show, Die Hexen von Eastwick), Götz Otto (James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie, Iron Sky) und viele mehr mit. Etliche der Mimen übernehmen dabei im Film gleich mehrere Rollen und kehren so nach einem Tod in einer Epoche in einer neuen Epoche als ihr eigener Seelenverwandter zurück.

Trotz der vielen Stars und der gewaltigen Bilder eignet sich Cloud Atlas nur bedingt fürs klassische Popcorn-Kino, dafür erscheinen die Handlungsstränge und die Erzählweise zu komplex. Doch wer sich auf den Film einlässt, kann richtiggehend süchtig nach ihm werden, ihn immer und immer wieder ansehen und bei jedem weiteren Mal wieder etwas Neues entdecken. Cloud Atlas ist eben kein Film wie jeder andere, sowie Tom Tykwer auch kein Regisseur wie jeder andere ist. Er hebt sich erfrischend vom Mainstream ab, ohne aber dabei mit zur Kunst erklärten Langatmigkeit zu langweilen.

Eine ähnliche Gangart lässt sich auch in seinem filmischen Werk Ein Hologramm für den König (2016; mit Tom Skerritt, Sarita Choudhury und Alexander Black) beobachten, für das er wiederum seine Cloud-Atlas-Mimen Tom Hanks und Ben Wishaw ganz oben auf die Cast-Liste setzt. In dieser deutsch-US-amerikanischen Produktion spielt Tom Hanks den vom Schicksal gebeutelten Geschäftsmann Alan Clay, den man für seine letzte Karriere-Chance am wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste schickt, um dort in Saudi-Arabien dem König Abdullah ein holografisches Telefonkonferenzsystem zu verkaufen. Doch die Wartezeit für eine Audienz dauert Tage und in der Zwischenzeit verschieben sich nach und nach die Interessen des Geschäftsmanns in der Wüste… Tom Tykwer schreibt für dieses Drama das Drehbuch und erstmals auch die Filmmusik, außerdem führt er bei Ein Hologramm für den König natürlich die Regie.

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