Tim Burton Filme

Geburtsname: Timothy William Burton
Geburtstag: 25. August 1958 in Burbank (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 2 Oscar-Nominierungen, 1 Emmy, 1 Golden Globe, 3 Golden-Globe-Nominierungen, Goldener Löwe für sein Lebenswerk

Mini-Biographie:

Tim Burton führte bei Kultfilmen wie Edward mit den Scherenhänden und Beetlejuice Regie. Aber der amerikanische Filmemacher inszeniert auch Hollywood-Blockbuster wie Batman oder Der Planet der Affen sowie morbide Trickfilme à la Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche oder als Produzent Nightmare Before Christmas. Seinen größten Erfolg feierte der Filmemacher mit dem Grusel-Musical Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street zusammen mit seinen beiden Lieblingsschauspielern Johnny Depp und Helena Bonham Carter – mit den beiden Ausnahme-Mimen drehte er unter anderem auch die neue Filmreihe zu Alice im Wunderland.

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Filme von Tim Burton

Beste Zitate von Tim Burton

"Wenn ich mich an einem Horrorfilm versuchen sollte, würde ich ein realistisches Porträt meiner Heimatstadt Burbank drehen - das wäre sehr schockierend."
Tim Burton ist in der weiten Welt Hollywoods offenbar nicht von Heimweh geplagt

"Mancher Leute Verrücktheit ist einer anderen Person Realität."
Tim Burton zeigt sich philosophisch

"Ich mag das Wetter [in England] mehr als in Kalifornien. Ernsthaft! Man kann bei jedem Wetter Spazierengehen. In Los Angeles erregt man sofort Verdacht, wenn man ohne Auto unterwegs ist."
Tim Burton mit einer kleinen aber feinen Spitze gegen die grassierende Paranoia in den USA

Wichtigste Auszeichnungen:

2013: Saturn Awards sowie Nominierungen für einen Oscar, Golden Globe und BAFTA jeweils für den Besten animierten Spielfilm für Frankenweenie
2008: Golden Globe für den Bester Film (Musical/Komödie) sowie eine Golden-Globe-Nominierung für die Beste Regie jeweils für Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
2007: Goldener Löwe des Filmfests Venedig für sein Lebenswerk
2006: Oscar-Nominierung für den Besten animierten Spielfilm für Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche
2005: BAFTA-Nominierung für den Besten Film für Charlie und die Schokoladenfabrik
2004: BAFTA-Nominierung für die Beste Regie für Big Fish
1994: Nominierung für die Goldene Palme des Filmfests von Cannes für Ed Wood
1990: Emmy Award für ein Herausragendes animiertes Kinderprogramm für Beetlejuice

Tim Burton Biographie

Wer an Tim Burton denkt, denkt immer auch an ihn: Johnny Depp! Tim Burton und Johnny Depp gehören einfach zusammen. Der amerikanische Autor, Regisseur und Produzent drehte reihenweise Filme mit Johnny Depp - und so haben sich Tim Burton und er gegenseitig zu Stars gemacht.

Der erste Film, den Johnny Depp (Filmreihe Fluch der Karibik, Lone Ranger) und Tim Burton gemeinsam machen, ist Edward mit den Scherenhänden. Die Fantasy-Tragikomödie gilt heute beinahe als Kultfilm. In dem Film von 1990 spielt Johnny Depp einen künstlich erschaffenen Menschen, der statt Händen Scheren hat und unter großer Einsamkeit leidet. Bei Kosmetik-Beraterin Peg (Dianne Wiest; Der Pferdeflüsterer, Footloose) lernt Edward die schöne Kim (Winona Ryder; Bram Stoker's Dracula, Beetlejuice) kennen und verliebt sich. Auch im wahren Leben funkt es und aus Johnny Depp und Winona Ryder wird ein neues Traumpaar - ganz so wie aus Tim Burton und Johnny Depp.

1994 arbeiten Johnny Depp und der im kalifornischen Burbank geborene Tim Burton erneut zusammen. Ed Wood erzählt die Lebensgeschichte des realen Filmemachers Edward D. Wood jr., der als der "schlechteste Filmregisseur aller Zeiten" in die Annalen des Filmemachens einging. In der Tragikomödie mit Johnny Depp in der Hauptrolle zeigt Tim Burton aber nicht nur die Entstehung der zweifelhaften Filme des Regisseurs, sondern zeichnet auch die Geschichte seiner Darsteller und Zeitgenossen nach - darunter Martin Landau (Der unsichtbare Dritte, Sleepy Hollow - Köpfe werden rollen), der für seine Rolle als Bela Lugosi (Dracula, Filmreihe Frankenstein) mit dem Oscar belohnt wird sowie Vincent D'Onofrio (Men in Black, Full Metal Jacket) als der große Orson Welles (Citizen Kane, Der dritte Mann). Für die Zuschauer ist das Thema des Films zu speziell, sodass Ed Wood trotz teils sensationeller Kritiken an den Kinokassen floppt. Später entwickelt sich der Film doch noch zu einem kleinen Heimkino-Erfolg.

Tim Burton verfilmt "Charlie und die Schokoladenfabrik"

1999 kommt Tim Burtons und Johnny Depps dritte Zusammenarbeit in die Kinos: Sleepy Hollow (mit Christina Ricci, Christopher Lee und Christopher Walken) erzählt eine märchenhafte Gruselgeschichte von einem kopflosen Reiter im Jahr 1799 und dem Gesetzeshüter Constable Ichabod Crane (Johnny Depp), der in der mysteriösen Angelegenheit ermitteln soll. Während dieser Streifen eher düster daherkommt, knallen bei Charlie und die Schokoladenfabrik (mit Freddie Highmore und Helena Bonham Carter) die Farben nur so. In der mit viel schwarzem Humor erzählten Romanverfilmung schlüpft Johnny Depp in die Rolle des extravaganten Süßigkeiten-Herstellers Willy Wonka. Als zuckersüß und bildgewaltig lobt die Kritik den vierten gemeinsamen Film des Duos.

Eine ähnliche Rolle hat Tim Burton für seinen Lieblingsdarsteller auch in Alice im Wunderland sowie dessen Fortsetzung Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln (jeweils mit Mia Wasikowska, Anne Hathaway und Helena Bonham Carter) in Petto. Hier darf Johnny Depp den verrückten Hutmacher Tarrant Hightopp spielen. In der Musical-Adaption Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (mit Alan Rickman, Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen) spielt Johnny Depp dagegen einen rachsüchtigen und mordenden Barbier, während Dark Shadows (Eva Green, Michelle Pfeiffer und Helena Bonham Carter) von dem Vampir Barnabas Collins (Johnny Depp) erzählt, der mit einem Fluch belegt wird.

"Batman" macht Tim Burton zu Hollywoods Darling

Doch Tim Burton verzeichnet auch herausragende Erfolge, wenn sein Lieblingsschauspieler Johnny Depp nicht vor seiner Kamera steht. Der Regisseur, der mit Beetlejuice (mit Alec Baldwin, Michael Keaton und Geena Davis) 1988 seinen Durchbruch feierte, ist auch für die Inszenierung der immens erfolgreichen Filme Batman (1989; mit Michael Keaton, Jack Nicholson und Kim Basinger) und Batmans Rückkehr (1992; Michael Keaton, Danny DeVito und Michelle Pfeiffer) verantwortlich. Die beiden Comic-Verfilmungen werden mit einer Reihe von Filmpreis-Nominierungen honoriert, darunter auch mit drei Oscar-Nominierungen - vor allem bringen sie Tim Burton aber Macht ein in Hollywood. Künftig fällt es dem skurrilen Filmemacher leichter, Unterstützer in den Reihen der Produzenten zu finden und auch bei der Besetzung hat Tim Burton jetzt häufiger die Oberhand. Ähnlich actionreich wie die Batman-Filmreihe ist auch das Remake von Planet der Affen. In dem Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2001 stürzt der Astronaut Leo Davidson (Mark Wahlberg; Departed - Unter Feinden, Lone Survivor) auf einem unbekannten Planeten ab, auf dem offenbar Affen herrschen, den Menschen fällt nur die Sklavenrolle zu. Davidson wird gefangengenommen und soll verkauft werden - da mischt sich Ari (Helena Bonham Carter; The King's Speech, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1&2) ein, die Tochter des Senators, und ersteigert den Astronauten. Die mit allerhand Ironie angereicherte Neuverfilmung des Filmklassikers von 1968 besticht insbesondere durch ihre eindrucksvollen Masken, die Schauspieler wie Tim Roth (Der unglaubliche Hulk, Pulp Fiction), Paul Giamatti (The Amazing Spider-Man 2, Saving Mr. Banks) und Kris Kristofferson (Er steht einfach nicht auf dich, Blade: Trinity) in Primaten verwandeln.

Tim Burton macht Helena Bonham Carter zu seiner Muse

Am Set von Planet der Affen lernt Regisseur Tim Burton eine Darstellerin kennen, die von nun an fast all seine Filme zieren wird. Helena Bonham Carter (Fight Club, Les Misérables) verkörpert die skurrilen Rollen, die ihr Tim Burton anbietet, einfach perfekt. Die offensichtliche gleich getaktete Wellenlänge zwischen Helena Bonham Carter und Tim Burton überträgt sich auch in den Privatbereich und lässt die Funken sprühen. Seit 2001 sind die beiden ein Paar und haben zwei gemeinsame Kinder, deren Patenonkel übrigens Johnny Depp ist.

Bei den Filmen von Tim Burton spielt seine Muse Helena Bonham Carter zum Beispiel in Big Fish eine Hexe, die dem Protagonisten (Ewan McGregor; Star Wars: Episode I-IIITrainspotting) die Umstände seines Todes voraussagt. In Charlie und die Schokoladenfabrik übernimmt Helena Bonham Carter den Part der Mutter von Charlie (Freddie Highmore; Arthur und die Minimoys I-IIIDer Goldene Kompass), die mehr schlecht als recht mit ihrem eigenen Leben zurechtkommt. Um ihre Existenz fürchtet Helena Bonham Carter auch als Mrs. Lovett in Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street. Die finanziellen Probleme der Besitzerin eines Fleischpasteten-Ladens sind allerdings gelöst, als der mordende Barbier Sweeney Todd (Johnny Depp) seine Leichen loswerden will - sie landen prompt in der Pastete. In Alice im Wunderland sowie dessen Fortsetzung Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln schlüpft Helena Bonham Carter ebenfalls in eine fantastische, wenn auch garstige Rolle. In beiden Teilen der Märchen-Filmreihe spielt sie die böse Rote Königin, während sie in der Horrorkomödie Dark Shadows eine geradezu seriöse Rolle übernehmen darf. In dem Film von 2012 verkörpert Helena Bonham Carter eine Psychiaterin.

In der Regel vermischt Regisseur Tim Burton Horrorelemente mit denen der Komödie. Beinahe eine klassische Komödie ist dagegen Mars Attacks!. Die Science-Fiction-Komödie um eine Invasion von Aliens auf der Erde wartet zwar auch mit explodierenden Köpfen und ähnlichem auf, doch kommt der prominent besetzte Film doch als recht mainstreamtauglicher Apokalypse-Quatsch daher. Jack Nicholson (Shining, Departed - Unter Feinden) spielt den hilflosen Präsidenten, Pierce Brosnan (James Bond 007 - GoldenEye, Mamma Mia!) ist ein Wissenschaftler, Sarah Jessica Parker (Sex and the City, Haben Sie das von den Morgans gehört?) gibt eine Reporterin, die für Experimente entführt wird und die First Lady (Glenn Close; Eine verhängnisvolle Affäre, 101 Dalmatiner) kommt schnell ums Leben. In weiteren Rollen sind Danny DeVito (L.A. Confidential, Matilda), Michael J. Fox (Filmreihe Zurück in die Zukunft, TV-Serie Familienbande), Natalie Portman (Black Swan, Star Wars: Episode I-III) und Annette Bening (American Beauty, The Kids Are All Right) zu sehen.

Zurück zu den Wurzeln - Tim Burton und der Zeichentrickfilm

In einem ganz anderen Genre fühlt sich Tim Burton ebenfalls zuhause: dem Zeichentrickfilm. Dies verwundert auch kaum: Als Tim Burton mit nur 13 Jahren seinen ersten Film The Island of Doctor Agor fertigstellt, wird das Filmstudio Disney auf das junge Talent aufmerksam und verschafft ihm ein Stipendium, mit dem er drei Jahre lang Trickfilmkunst am "California Institute of the Arts" studiert. Danach arbeitet Tim Burton zunächst als Zeichner für Disney und wirkt unter anderem an gemalten Blockbustern wie Cap und Capper oder der Zeichentrickversion von Der Herr der Ringe mit. 1982 veröffentlicht Tim Burton im Auftrag von Disney seinen sechs Minuten langen Kurzfilm Vincent, bei dem er sowohl Zeichner, Drehbuchautor als auch Regisseur ist. Der in Stop-Motion-Technik gefertigte Film um den Jungen Vincent, der sich am liebsten morbiden und gruseligen Illusionen hingibt, erregt Aufsehen beim Publikum und gewinnt 1984 in Ottawa auf dem International Animation Festival den Publikumspreis. Der Film Vincent verdeutlicht aber auch, dass Tim Burtons Art zu Zeichnen eigentlich nicht zum typischen Zeichenstil von Disney passt. So stehen die Zeichen bald auf Trennung.

Tim Burtons erstes Werk nach der Ära Disney wird mit Frankenweenie jedoch ein Realfilm, der noch dazu nie auf den Markt kommt, da der 28 Minuten lange Film von 1984 als nicht kindertauglich eingestuft wird. Frankenweenie (mit Barret Oliver und Shelley Duvall) handelt von einem Jungen, der seinen vom Auto überfahrenen und bereits beerdigten Hund mit Stromschlägen ins Leben zurückholt und damit ein wahres Chaos in der Nachbarschaft anrichtet. Tim Burton schürt mit Frankenweenie das Interesse der Filmproduzenten, so darf er 1985 Pee-Wee's irre Abenteuer zum Leben erwecken. Die Komödie um einen Jungen, der sich auf die abenteuerliche Suche nach seinem gestohlenen Spezial-Fahrrad macht, bringt Tim Burton Kritiken ein, die von begeistert bis enttäuscht reichen. Die Zuschauer jedenfalls lieben den Film und strömen in großen Zahlen in die Kinos.

Doch dann wird es erst einmal ruhig um Tim Burton. Die Drehbücher, die dem jungen Filmemacher angeboten werden, interessieren ihn schlichtweg nicht - bis schließlich die Geisterklamotte Beetlejuice daherkommt. Mit dem Erfolg von Beetlejuice kommt die Freiheit die Projekte umzusetzen, die ihm Spaß machen. So produziert Tim Burton 1993 Nightmare before Christmas, ein Stop-Motion-Film über den Kürbiskönig Jack Skellington von Halloween-Town. Die Regie hat dabei jedoch Ex-Disneykollege Henry Selick (Coraline, Monkeybone) inne, ebenso wie bei dem folgenden Film: 1996 produziert Tim Burton mit James und der Riesenpfirsich ein weiteres Buch von "Charlie und die Schokoladenfabrik"-Autor Roald Dahl. Die Geschichte um einen Waisen, der sich mit Rieseninsekten anfreundet, ist jedoch nur bedingt für Kinder geeignet. Einen weiteren Puppentrickfilm bringt Tim Burton mit Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche heraus. In dem liebenswerten Stop-Motion-Film mit seinen vielen Gesangseinlagen heiratet Victor versehentlich die tote Emily, die sich fortan als sehr anhänglich zeigt. Dieses Mal ist Tim Burton auch für die Regie verantwortlich und kann sich unter anderem über eine Nominierung als bester animierter Spielfilm bei den Oscars freuen.

Und dann 2012 ist es schließlich so weit. Frankenweenie kommt als 3D-Stop-Motion-Film in die Kinos. Der Schwarz-Weiß-Film ist eine Hommage an das Horrorkino vergangener Zeiten, das Tim Burton so schätzt. Das Publikum dankt es dem Filmemacher mit zahlreichen verkauften Kinotickets und die Brancheninsider mit Filmpreisen. 2013 wird Frankenweenie für einen Golden Globe und den Oscar nominiert - verliert jedoch in beiden Fällen gegen Merida - Legende der Highlands. Nichtsdestotrotz kehrt Tim Burton mit der Frankenstein-Parodie Frankenweenie zu seinen Wurzeln als Regisseur zurück, was ihm seine Fans danken.

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