Robin Williams Filme

Geburtsname: Robin McLaurin Williams
Geburtstag: 21. Juli 1951 in Chicago, Illinois
Todestag: 11. August 2014 bei Tiburon, Marin County, Kalifornien
Wichtigste Auszeichnungen: 1 Oscar und 3 weitere Nominierungen, 5 Golden Globes und 3 weitere Nominierungen

Mini-Biographie:

Robin Williams galt als einer der größten Schauspieler und Komiker Hollywoods. Bekannt wurde er durch die Serie Mork vom Ork (1978-82), in der er einen Alien mit Hosenträgern verkörperte. Danach wirkte er in Komödien wie Mrs. Doubtfire und Jumanji, spielte tragikomische Rollen in Good Morning, Vietnam und Der Club der toten Dichter. Für die Darstellung eines Psychologen in Good Will Hunting bekam er 1998 den Oscar als bester Nebendarsteller.

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Filme mit Robin Williams

Beste Filmzitate von Robin Williams

Judith Hoag alias Molly: "Weißt Du, was Dein Problem ist, Joey? Du bist ein Ferkel, und Du bist ein Chauvinist und hast keine Ahnung von Frauen!"
Joey O'Brien: "Ähm, damit sind wohl Dinner und eine schnelle Nummer gestorben?"
Joey O'Brien wird soeben klar, dass er seinen Abend anders gestalten muss als erhofft in Cadillac Man

John Keating: "Die Sprache ist nur zu einem Zweck entwickelt worden. Und der ist?"
Robert Sean Leonard alias Neil Perry: "Um zu kommunizieren?"
John Keating:"Nein, um Frauen zu umwerben!"
Robin Williams macht als Englischlehrer John Keating seinen Schülern den Englischunterricht schmackhaft in Der Club der toten Dichter

Adrian Cronauer: "Aus Chicago, Mann? Na dann wird Vietnam keine große Abwechslung für Dich sein!"
Robin Williams als Radiomoderator Adrian Cronauer in Saigon macht keinen Hehl daraus, was er von Chicago hält... oder auch von Vietnam in Good Morning, Vietnam

Wichtigste Auszeichnungen

2005: Golden-Globe/Cecil-B.-DeMille-Award für sein Lebenswerk
1999: Golden-Globe-Nominierung als bester Hauptdarsteller für Patch Adams
1998: Golden-Globe-Nominierung als bester Nebendarsteller für Good Will Hunting
1998: Oscar als bester Nebendarsteller für Good Will Hunting
1994: Golden-Globe als bester Hauptdarsteller für Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen
1992: Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für König der Fischer
1992: Golden-Globe als bester Hauptdarsteller für König der Fischer
1990: Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für Der Club der toten Dichter
1988: Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für Good Morning, Vietnam
1988: Golden-Globe als bester Hauptdarsteller für Good Morning, Vietnam
1979: Golden-Globe als bester Hauptdarsteller für Mork vom Ork

Robin Williams Biographie

O Captain, mein Captain!" möchte man am liebsten brüllen, den höchsten Tisch des Raumes erklimmen und einem der größten und besten Hollywood-Stars einen letzten Gruß gen Himmel schicken... Was für Fans von Robin Williams, Filmfreunde und Außenstehende unbegreifbar scheint, geschah am 11. August 2014 - der Captain ging von Bord und kehrt niemals wieder... O Captain, mein Captain!"

Auf jene Welt, von der Robin Williams mit 63 Jahren viel zu früh ging, kommt er einst am 21. Juli 1951 in Chicago, Illinois (USA). Seine Kindheit verbringt er in Chicago und Bloomfield Hills bei Detroit. Seine Mutter Laura McLaurin ist Gründerin und Betreiberin einer Modelagentur, sein Vater Robert Fitzgerald Williams bekleidet beim Automobilhersteller Ford eine leitende Position. Beide Eltern verdienen gutes Geld mit ihren Jobs, so dass es Robin Williams in seiner Jugend an nichts mangelt. Seine Highschool-Zeit verbringt Robin Williams in Los Angeles und San Francisco. Nach der Highschool geht er aufs College und beginnt zunächst ein Studium für Politik-Wissenschaft, was ihn jedoch schnell langweilt. Sehr bald wechselt Robin Williams zum Theaterstudium, schließt aber selbst dieses Fach nicht ab. Stattdessen besucht Robin Williams lieber ein Improvisationsseminar, zudem holt er sich seine ersten Schauspiel-Sporen in der Gruppe The Comedy of San Francisco" als Stand-Up-Comedian. Während dieser Zeit ergibt sich Robin Williams in San Francisco die Gelegenheit, bei einer Veranstaltung für die New Yorker Schauspielschule Juilliard's, die als führende Schule ihrer Art in den USA gilt und nur die besten Talente zulässt, vorzusprechen - und Robin Williams zeigt sein begnadetes Talent und wird prompt aufgenommen!

Robin Williams als Mork vom Ork zum Weltstar

Für die Schauspielschule Juilliard's zieht Robin Williams also nach New York, wo er sich mit seinem Klassenkameraden Christopher Reeve (Filmreihe Superman, Das Fenster zum Hof) anfreundet. Beide arbeiten weiter hart an ihrem Schauspiel und werden als Einzige ihres Jahrgangs in die Fortgeschrittenen-Klasse von John Houseman aufgenommen. Nach drei Jahren Schauspielunterricht geht Robin Williams 1975 schließlich zurück nach San Francisco, um dort als Stand-Up-Comedian im Comedy Store" wieder Bühnenluft zu schnuppern. Zwei Jahre später wird der TV-Produzent George Schlatter auf Robin Williams aufmerksam. Er produziert zu jener Zeit die Comedy Show Laugh-In" mit Frank Sinatra (Verdammt in alle Ewigkeit, Frankie und seine Spießgesellen) und Bette Davis (Die unteren Zehntausend, Alles über Eva) und lässt Robin Williams für sechs Folgen mit den lebenden Schauspiellegenden zusammen auftreten.

Im Folgejahr erhält Robin Williams einen Gastauftritt in der Sitcom Happy Days, darin spielt er einen Außerirdischen namens Mork vom Ork. Das Gastspiel kommt beim TV-Publikum so gut an, dass die Produktionsfirma Paramount dafür ein eigenes Format schafft. Die Sitcom Mork vom Ork macht Robin Williams, in der er als Außerirdischer das merkwürdige Verhalten des menschlichen Wesens studiert, über Nacht zum Star. Stolze 95 Episoden in den Jahren 1978 bis 1982 läuft Mork vom Ork, anno 1979 bekommt der Komiker für seine Interpretation eines Außerirdischen seinen ersten Golden Globe. Privat gleichen diese Jahre jedoch eher einer Achterbahnfahrt. Zwar heiratet Robin Williams 1978 seine erste Frau Valerie Velardi, mit der er 1983 auch einen Sohn bekommt. Allerdings kommt der Shooting-Star mit dem schnellen Erfolg nicht gut zurecht. Er verliert sich in zahlreichen ausgiebigen Alkohol- und Drogen-Exzessen, bis ein Schock den Mimen radikal wach rüttelt: Sein Freund John Belushi (Blues Brothers, 1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood) stirbt 1982 mit nur 33 Jahren an einem tödlichen Mix aus Kokain und Heroin auf einer Drogenparty. Daraufhin begibt sich Robin Williams in Therapie und wird innerhalb eines Jahres clean.

Sein Leinwand-Debüt gibt Robin Williams in der Musikkomödie Popeye - Der Seemann mit dem harten Schlag (1980; mit Shelley Duvall und Ray Walston). Die Realverfilmung des Zeichentrickhelden Popeye erhält zwar recht durchwachsene Kritiken, spielt bei 20 Millionen US-Dollar Produktionskosten aber allein in den USA knapp 50 Millionen wieder ein. Mit der Tragikomödie Garp und wie er die Welt sah (1982; mit Glenn Close und Amanda Plummer), Robin Williams' zweiten Kinofilm, sowie der Immigranten-Komödie Moskau in New York (1984; mit Elya Baskin und Maria Conchita Alonso) spielt sich der Mime jedoch endgültig in die Herzen der Kritiker und des Kino-Publikums.

Good Morning, Hollywood - Robin Williams gelingt der endgültige Durchbruch

Der endgültige Durchbruch als Top-Star beim Film gelingt Robin Williams als Radiomoderator - klingt komisch, ist aber so! In der teils witzigen aber auch dramatischen Filmautobiografie Good Morning, Vietnam (1987; mit Forest Whitaker und Bruno Kirby) spielt Robin Williams den AFN-Radiomoderator Adrian Cronauer, der während der Kriegsjahre Mitte der 1960er in Saigon mit seiner unkonventionellen Moderationsart und Rock-and-Roll-Sound gute Stimmung bei den Soldaten, aber übelste Laune bei seinen Vorgesetzten erzeugt. Robin Williams erhält für seine überzeugende Darbietung einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als jeweils bester Hauptdarsteller. 

Zwei Jahre später schrammt Robin Williams ein weiteres Mal knapp an einem Oscar vorbei. In dem Drama Der Club der toten Dichter (1989; mit Kurtwood Smith und Alexandra Powers) spielt er den für seine Zeit sehr lässigen Englischlehrer John Keating in dem strengen und traditionsbewussten Internat Welton Academy in Vermont des Jahres 1959. Mit seinen unorthodoxen Lehrmethoden motiviert er seine Schüler zu Höchstleistungen und fördert ihre Talente sowie ihr Selbstbewusstsein. Trotzdem beäugen die alten Professoren die ungewöhnlichen Lehrmethoden des jungen Englischlehrers mit Argwohn und die Eltern  beginnen zu rebellieren, wenn die aufgedeckten Talente ihrer Sprösslinge nicht mit ihren Lebensplanungen übereinstimmen... Zu den damals noch unbekannten und mittlerweile sehr prominenten Schülern in Der Club der toten Dichter zählen unter anderem Robert Sean Leonard (TV-Serie Dr. House, Swing Kids), Ethan Hawke (Training Day, Sinister) und Josh Charles (S.W.A.T. - Die Spezialeinheit, TV-Serie Good Wife).

Robin Williams auf dem Kindermädchen-Trip

Privat stellt Robin Williams seine eigene Lebensplanung gehörig auf den Kopf. Er lässt sich 1989 von seiner Frau Valerie Velardi scheiden und heiratet das Kindermädchen seines Sohnes, Marsha Garces. Marsha Garces schenkt Robin Williams zwei weitere Kinder. Außerdem wird die neue Ehefrau einige Produktionen von Filmen mit Robin Williams übernehmen, etwa Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen (1993; mit Sally Field und Pierce Brosnan), Patch Adams (1998; mit Philip Seymour Hoffman und Monica Potter) oder Jakob der Lügner (1999; mit Armin Mueller-Stahl und Bob Balaban). Die Ehe mit Marsha Garces Williams hält jedoch ebenfalls nicht ewig, sondern nur bis 2008 - dann wird sie wegen unüberbrückbarer Differenzen" schließlich geschieden...

Nach den beiden Megaerfolgen Good Morning, Vietnam und Der Club der toten Dichter ist Robin Williams am Zenit seiner Karriere angelangt und reitet in den 1990ern auf einer wahren Erfolgswelle. Dabei wechseln sich die gewählten Film-Genres von Robin Williams munter ab. Zum einen spaßt er in Familienkomödien herum wie etwa Cadillac Man (1990; mit Tim Robbins und Fran Drescher), Hook (1991; mit Dustin Hoffman und Julia Roberts), Toys (1992; mit Robin Wright, Michael Gambon und Joan Cusack), Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen (1993; mit Lisa Jakub und Matthew Lawrence), Jumanji (1995; mit Kirsten Dunst und Bonnie Hunt) und Flubber (1997; mit Marcia Gay Harden und Ted Levine). In den eher dramatischen Filmen wie Zeit des Erwachens (1990; mit Robert De Niro und John Heard), König der Fischer (1991; mit Jeff Bridges und Amanda Plummer), Hinter dem Horizont (1998; mit Cuba Gooding Jr. und Max von Sydow), Patch Adams (1998; mit Daniel London und Bob Gunton) oder Good Will Hunting (1997; mit Ben Affleck und Stellan Skarsgård) gibt er sich deutlich nachdenklicher. Für das Drama Good Will Hunting, in dem Robin Williams als Psychiater den mathematisch genialen aber schwer zugänglichen Will Hunting (Matt Damon; Bourne-Filmreihe, Monuments Men - Ungewöhnliche Helden) und damit auch sich selbst behandelt, erhält er seinen ersten und bislang einzigen Oscar als Bester männlicher Nebendarsteller.

Neues Jahrtausend und neues Image für Robin Williams

Über bislang zwanzig Jahre zeigte Robin Williams sein breit gefächertes Schauspiel-Talent auf der Leinwand. Er spielte unter anderem einen seltsamen Außerirdischen (Mork vom Ork), einen charismatischen Englischlehrer (Der Club der toten Dichter), einen kämpferischen Radiomoderator (Good Morning, Vietnam), ein stacheliges Kindermädchen (Mrs. Doubtfire), einen psychisch angeschlagenen Psychiater (Good Will Hunting), einen erfinderischen aber chaotischen Professor (Flubber), einen Arzt ohne Doktortitel (Patch Adams), einen ringenden Schriftsteller (Garp und wie er die Welt sah), einen heldenhaften Autoverkäufer (Cadillac Man), den immer jungen Peter Pan (Hook), den Flaschengeist Dschinni (Aladdin), einen muskelbepackten Leichtmatrosen (Popeye - Der Seemann mit dem harten Schlag), einen russischen Immigranten (Moskau in New York), einen menschlichen Androiden (Der 200 Jahre Mann) und vieles mehr. Doch niemals spielte der geborene Komiker eine böse Filmrolle. Dies ändert sich 2002 mit dem Psycho-Thriller One Hour Photo (mit Connie Nielsen und Michael Vartan), in dem er sich als Fotoentwickler jahrelang einen detaillierten Einblick in das Leben der Familie Yorkin verschafft, gefühlsmäßig mit den Familienmitgliedern mitlebt und sie schließlich stalkt. In dem Thriller Insomnia - Schlaflos (2002; mit Hilary Swank und Martin Donovan) liefert sich Robin Williams als Mörder ein eiskaltes Katz-und-Maus-Spiel mit dem völlig übermüdeten Kriminalbeamten Will Dormer bzw. Al Pacino (Film-Trilogie Der Pate, Der Duft der Frauen).

Den Imagewandel von Robin Williams nehmen Kritiker grundsätzlich sehr wohlwollend auf und auch das Kinopublikum respektiert die neue, dunkle Seite des vielschichtigen Komikers. Die Familientauglichkeit fürs Nachmittagskino gibt Robin Williams in diesen Streifen bewusst auf. Trotzdem weiß der Mime natürlich, was er seinen Stamm-Fans schuldig ist. Und so lässt sich Robin Williams 2006 in Die Chaoscamper (mit Jeff Daniels und Cheryl Hines) wieder in einer leichten Komödie blicken - für manchen Kritiker sogar zu leicht. Über alle Zweifel erhaben sind hingegen seine beiden Auftritte als zum Leben erweckter US-Präsident Theodore Roosevelt in der abenteuerlichen und lehrreichen Komödie Nachts im Museum (2006; mit Dick Van Dyke und Owen Wilson ) und Nachts im Museum 2 (2009; mit Amy Adams und Owen Wilson) von und mit Ben Stiller (Das erstaunliche Leben des Walter Mitty; Meine Braut, ihr Vater und ich).

2013 und 14 kehrt Robin Williams erstmals seit Mork vom Ork wieder mit einer Sitcom ins Fernsehen zurück, und zwar in The Crazy Ones mit Sarah Michelle Gellar (TV-Serie Buffy - Im Bann der Dämonen, Eiskalte Engel) als Co-Star. Leider flopt die TV-Reihe über eine recht unkonventionelle Werbeagentur sowohl in den USA als auch in Deutschland. Deshalb wird The Crazy Ones nach nur einer Staffel wieder eingestellt. Hätte man die Ereignisse vom 11. August 2014 vorhergesehen, hätten die TV-Zuschauer die an sich gelungene Sitcom sicherlich mehr gewürdigt...

Trotz einer scheinbar glücklichen Ehe mit der 2011 geheirateten Susan Schneider leidet Robin Williams wieder an der Alkoholsucht sowie unter schweren Depressionen. So schwer, dass er offensichtlich für sich keine andere Lösung mehr sieht als die Flucht aus dem Leben. Am 11. August 2014 wird Robin Williams in seiner Villa in Kalifornien um 11:55 Uhr leblos aufgefunden und um 12:02 Uhr für tot erklärt. Mit Robin Williams geht einer der besten Schauspieler Hollywoods von dieser Welt, doch die vielen lustigen, nachdenklichen, tiefgründigen, emotionalen und schier wunderbaren Filmmomente werden uns für immer erhalten bleiben... Danke o Captain, mein Captain!

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