Robert De Niro Filme

Geburtsname: Robert Mario De Niro Jr.
Geburtstag: 17. August 1943 in Greenwich Village, New York (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 2 Oscars, 5 Oscar-Nominierungen, 1 Golden Globe, 7 Golden-Globe-Nominierungen

Mini-Biographie:

Robert De Niro ist ein US-amerikanischer Filmschauspieler, Filmregisseur, Produzent und Synchronsprecher. Hexenkessel wird 1973 sein Durchbruch und begründet die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Regisseur Martin Scorsese. Seine Vita verzeichnet bis heute über 90 Filme, darunter zahlreiche Klassiker. Viele spielen im Gangstermilieu, doch der größte Kassenschlager für Robert De Niro wird die Komödie Meine Braut, ihr Vater und ich.

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Filme mit Robert De Niro

Coole Filmzitate von Robert De Niro

"Al Capone hat immer gesagt, mit einem netten Wort und einer Pistole erreicht man mehr als mit einem netten Wort allein."
Robert De Niro als Fred Blake bzw. Giovanni Manzoni beruft sich auf den berühmten Gangsterboss in Malavita - The Familiy

"Das ist keine blöde Fernsehkulisse, das ist die Realität."
Robert De Niro beugt als Detektiv Mitch Preston Verwechslungen vor in Showtime

"Die Sieger kann man schon am Start erkennen."
Robert De Niro philosophiert als David "Noodles" Aaronson in Es war einmal in Amerika

Wichtigste Auszeichnungen:

2013: Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller in Silver Linings
2011: Cecil B. DeMille Award (Golden Globe) für das Lebenswerk
2008: Goldene Kamera für das Lebenswerk
2003: AFI Life Achievement Award des American Film Institute
2001: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Komödie/Musical für Meine Braut, ihr Vater und ich
2000: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Komödie/Musical für Reine Nervensache
1993: Preis der Internationalen Filmfestspiele von Venedig für das Lebenswerk
1992: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Drama für Kap der Angst
1991: Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Kap der Angst
1990: Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Zeit des Erwachens
1989: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Komödie/Musical für Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht
1981: Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Wie ein wilder Stier
1980: Golden Globe als Bester Hauptdarsteller in einem Spielfilm (Drama) für Wie ein wilder Stier
1979: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Drama für Die durch die Hölle gehen
1978: Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Die durch die Hölle gehen und Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Komödie/Musical für New York, New York
1977: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Drama für Taxi Driver
1976: Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Taxi Driver
1975: Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller für Der Pate II

Robert De Niro Biographie

Robert De Niro wird am 17. August 1943 im Stadtteil Greenwich Village in New York City (USA) geboren. Er ist das einzige Kind des Malers Robert De Niro Senior, der heute zu den führenden Vertretern der Stilrichtung Abstrakter Expressionismus zählt, und der Künstlerin Virginia Admiral. Der Großvater väterlicherseits stammt aus Italien, und Robert De Niro verbringt als Kind viel Zeit mit ihm. So sagt er später einmal, er identifiziert sich manchmal mehr mit seinen italienischen Wurzeln als mit seinen amerikanischen. In der Ahnenreihe von Robert De Niro finden sich im übrigen Engländer, Iren, Franzosen, Deutsche und Holländer.

Die Eltern von Robert De Niro verkehren in Künstlerkreisen: So ist der Vater mit den Schriftstellern Henry Miller und Tennessee Williams befreundet. Die Mutter, selber Poetin und Malerin, arbeitet auch für die Schriftstellerin Anaïs Nin. So wächst Robert De Niro in einer kreativen Atmosphäre auf, die gleichwohl von finanziellen Nöten geprägt ist. Denn die Eltern verdienen mit ihrer Kunst zu Lebzeiten kaum Geld. 1945 lassen sie sich scheiden und Robert De Niro lebt bei seiner Mutter in dem bunten und lebendigen New Yorker Stadtteil Little Italy, das später auch Schauplatz seiner Filme wird. Der Vater wohnt nicht weit entfernt und lebt nach der Scheidung seine homosexuellen Neigungen aus.

Robert De Niro folgt früh seiner Berufung zum Schauspieler

Robert De Niro entdeckt die Schauspielerei im Alter von zehn Jahren für sich, als er in einer Schultheater-Aufführung von Der Zauberer von Oz zum ersten Mal auf der Bühne steht. Er fühlt sich berufen und will von da an Schauspieler werden. Dieser Wunsch lässt ihn nicht los und so verlässt er mit 16 Jahren die Schule. Die Eltern unterstützen ihn dabei, kennen sie doch selber die Dringlichkeit, mit der sich künstlerische Talente verwirklichen wollen. Seine erste Gage erhält Robert De Niro mit 16 Jahren. Er ist sehr talentiert und tritt in Dinner-Theatern in den gesamten Südstaaten auf. Parallel nimmt er Schauspielunterricht, unter anderem bei Stella Adler, die auch eine Lehrerin von Marlon Brando (Die Faust im Nacken, Der Pate), Harvey Keitel (Thelma & Louise, Das Piano) und Christoph Waltz (Inglorious Basterds, Der Gott des Gemetzels) ist.

Robert De Niro spielt vor allem Theater. Seine erste Nebenrolle im Film erhält er 1963 in The Wedding Party des späteren Star-Regisseurs Brian De Palma (Dressed to Kill, The Untouchables - Die Unbestechlichen). Weitere Nebenrollen in wenig erfolgreichen Filmen bringen die Karriere des Robert De Niro nicht voran. Er tritt weiterhin in Bühnenstücken auf und erhält gute Kritiken. Seine erste Hauptrolle spielt Robert De Niro - wiederum unter der Regie von Brian De Palma - in der Komödie Hi, Mom! (1970; mit Allen Garfield und Charles Durning). Robert De Niro lebt sich ungewöhnlich engagiert in seine Rollen ein. Dieses Engagement zeigt sich schon früh, so verbringt er für den Gangsterfilm Bloody Mama (1970; mit Shelley Winters und Don Stroud) einige Zeit in einem Grab. In späteren Jahren nimmt Robert De Niro beispielsweise einmal 30 Kilogramm zu, um den Boxer Jake LaMotta in Wie ein wilder Stier (1980; mit Joe Pesci und Cathy Moriarty) zu verkörpern.

Robert De Niro auf dem Weg zum Hollywood-Star

Nach dem Sportfilm Das letzte Spiel (1973; mit Michael Moriarty und Danny Aiello) trifft Robert De Niro einen gewissen Martin Scorsese wieder, den er bereits aus seiner Zeit in Little Italy kennt und der inzwischen als Regisseur arbeitet. Martin Scorsese gibt Robert De Niro die Rolle des Kleinganoven John "Johnny Boy" Civello in seinem Film Hexenkessel (1973; mit Harvey Keitel und David Proval). Der Film wird ein Kassenschlager und Robert De Niro erlebt seinen Durchbruch. Martin Scorsese, Robert De Niro und zunächst auch Harvey Keitel bilden für die folgenden Jahre ein Erfolgsteam. In dem Mafiafilm Der Pate II (1974; mit Al Pacino, Diane Keaton und Lee Strasberg) tritt Robert De Niro die Nachfolge von Marlon Brando an und verkörpert den jungen Don Vito Corleone. Der Film von Francis Ford Coppola (Der Pate, Apocalypse Now) schlägt weltweit ein, gewinnt sechs Oscars - einer davon geht an Robert De Niro als besten Nebendarsteller - und begründet endgültig den Starruhm von Robert De Niro. Nach dem Filmepos Novecento - 1900 (1976; mit Gérard Depardieu und Burt Lancaster) von Bernardo Bertolucci (Der letzte Tango in Paris, Little Buddha) arbeitet Robert De Niro noch im selben Jahr wieder mit Martin Scorsese zusammen. Die Rolle des Vietnam-Veterans und Taxifahrers Travis Bickle in dem Filmdrama Taxi Driver etabliert Robert De Niro als großen Charakterschauspieler. Der Film macht auch die damals 13-jährige Jodie Foster (Das Schweigen der Lämmer, Der Gott des Gemetzels) zum Star. Robert De Niro bereitet sich auf diese Rolle vor, indem er unter anderem selber Taxi in New York fährt. Einige Fahrgäste, die ihn erkennen, glauben, er sei ein arbeitsloser Schauspieler, der sich als Taxifahrer durchschlägt.

In dem Kriegsfilm Die durch die Hölle gehen (1978; mit Meryl Streep, Jahn Cazale und Christopher Walken) spielt Robert De Niro den russischstämmigen Stahlarbeiter Michael Vronsky aus der US-amerikanischen Provinz, der zusammen mit zwei Freunden aus Patriotismus nach Vietnam geht. Ihm gelingt die Flucht als Kriegsgefangener der Vietcong. Schwer traumatisiert, findet er sich in seiner Heimat nicht mehr zurecht. Der Film des Regisseurs Michael Cimino (Die letzten beißen die Hunde, Der Sizilianer) ist der große Gewinner der Oscar-Verleihung des Jahres 1979. Mit dem Boxdrama Wie ein wilder Stier setzen Robert De Niro und Martin Scorsese ihre Zusammenarbeit fort. Zwar kein großer Kassenerfolg, wird der Film dennoch zu einem Klassiker. Vielfach wird er als eines der besten Werke der Filmgeschichte bezeichnet. Robert De Niro wird für seine nuancierte Darstellung des Boxers Jake LaMotta mit dem Oscar für die Beste Hauptrolle ausgezeichnet. Robert De Niro bereitet sich ein Jahr lang auf diesen Part vor: Er nimmt Boxunterricht, unter anderem bei dem echten Jake LaMotta, der ihm großes Talent bescheinigt.

Nicht alle Filme von Robert De Niro werden Kassenschlager, manche jedoch dennoch Klassiker, wie etwa das Gangster-Epos Es war einmal in Amerika (1984; mit James Woods und Elizabeth McGovern), der letzten Regiearbeit von Sergio Leone (Spiel mir das Lied vom Tod, Für eine Handvoll Dollar). Der Film ist in der ursprünglichen Fassung mehrere Stunden lang, was das Publikum überfordert. Auch das kafkaeske Drama Brazil (1985; mit Jonathan Pryce und Kim Greist) und der Horrorthriller Angel Heart (1987; mit Mickey Rourke und Charlotte Rampling) gelten - obwohl an den Kinokassen weniger erfolgreich - als Kultfilme beziehungsweise Klassiker.

In dem Gangsterepos The Untouchables - Die Unbestechlichen (1987; mit Kevin Costner und Sean Connery) spielt Robert De Niro wieder einmal unter der Regie von Brian de Palma den legendären Mafia-Boss Al Capone. Der Film ist ein Riesenerfolg und räumt mehrere Oscars ab. Im Mafia-Milieu spielt auch die erfolgreiche Thriller-Komödie Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht (1988; mit Dennis Farina und Joe Pantoliano).

Robert De Niro auf dem Höhepunkt seines Erfolges

Die bewährte Zusammenarbeit mit Martin Scorsese findet in dem Gangsterdrama GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (1990; mit Ray Liotta und Joe Pesci) ihre Fortsetzung. Trotz seiner Brutalität wird der Film ein Kassenschlager und gleichzeitig ein Klassiker. Das Erfolgsteam Martin Scorsese - Robert De Niro dreht als nächstes die Neuverfilmung des Psychothrillers Kap der Angst (1991; mit Nick Nolte, Jessica Lange und Gastauftritten der ehemaligen Protagonisten Robert Mitchum sowie Gregory Peck). Robert De Niro spielt den Psychopathen Max Cady, der seinen Pflichtverteidiger und dessen Familie terrorisiert, da dieser ein Gutachten zurückgehalten hat und so letztendlich für seine Verurteilung sorgte. Kap der Angst ist der erste Film von Tribeca Productions, der Produktionsfirma von Robert De Niro.

In dem Horrorfilm Mary Shelley's Frankenstein (1994; mit Kenneth Branagh und Helena Bonham Carter) spielt Robert De Niro - beinahe unkenntlich unter einer Horrormaske verborgen - den künstlichen Menschen des Doktor Frankenstein.
Erprobt im Gangsterepos-Genre, drehen Martin Scorsese und Robert De Niro 1995 zusammen das Kriminalfilm-Drama Casino (mit Sharon Stone und Joe Pesci). Sam Rothstein alias Robert De Niro führt ein Casino in Las Vegas, das der Chicagoer Mafia gehört. Auch in dem Gangsterepos Heat (1995; mit Al Pacino und Natalie Portman) gerät Robert De Niro als Profigangster Neil McCauley in die Fänge des Gesetzes. Nach den enormen Erfolgen von Heat und Casino, die weltweit zusammen fast 300 Millionen Dollar einspielen, verteuert sich die Gage von Robert de Niro bis 1998 auf 14 Millionen Dollar. 1996 folgt gleich ein weiterer Hit, das Filmdrama Sleepers (mit Dustin Hoffmann und Brad Pitt). Das Auf und Ab, bei dem gigantische Erfolge immer wieder von ein paar wenig erfolgreichen Filmen gefolgt werden, zeigt die relative Unberechenbarkeit der Filmbranche. 1999 schlägt das Pendel wieder in Richtung Kassenschlager aus: In der Mafia-Komödie Reine Nervensache (1999; mit Billy Crystal und Tony Bennett) verkörpert Robert De Niro den Mafiaboss Paul Vitti, der sich wegen Erektionsproblemen in die Behandlung eines Psychiaters begibt.

Mit seinem ersten reinen Komödienfilm Meine Braut, ihr Vater und ich (2000; mit Ben Stiller und Teri Polo) gelingt Robert De Niro gleich ein Durchbruch in diesem Genre. Die Rolle des Ex-CIA-Agenten und Brautvaters Jack Byrnes verhilft Robert De Niro zu seinem in finanzieller Hinsicht erfolgreichsten Film überhaupt. Das Einspielergebnis von 330 Millionen Dollar lässt ihn zu den Topverdienern Hollywoods aufsteigen. Wenn die Kassen derart klingeln, legen Produzenten gern nochmal eine oder zwei Fortsetzungen drauf: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (2004; mit Ben Stiller, Dustin Hoffmann und Barbra Streisand) und Meine Frau, unsere Kinder und ich (2010; mit Ben Stiller, Dustin Hoffmann und Barbra Streisand) werden ebenfalls Publikumserfolge.

Dem Mafiaboss Don Lino leiht Robert De Niro seine Stimme in dem Animationsfilm Große Haie, Kleine Fische (2004; mit den Stimmen von Angelina Jolie, Renée Zellweger und Martin Scorsese), der ebenfalls zu einem Kinohit wird. In der Tragikomödie Silver Linings (2012; mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Chris Tucker) lässt Robert De Niro in die Rolle des Pat Solitano Senior noch einmal seine Erfahrung als Charakterdarsteller einfließen.

Robert De Niro  - über 70 und kein bisschen leise

Im Jahre 2013 feiert Robert De Niro bereits seinen 70sten Geburtstag. Für den alten Haudegen bedeutet dies aber keinesfalls, etwas zurückzutreten – ganz im Gegenteil. Wer will, kann Robert De Niro in seinem Jubiläumsjahr gleich sechs Mal auf der Leinwand bewundern. Zwischen ein paar Kritiker-Flops ragen 2013 vor allem Blockbuster wie die Komödie The Big Wedding (mit Katherine Heigl, Amanda Seyfried und Diane Keaton), der Rentner-Hangover Las Vegas (mit Michael Douglas, Morgan Freeman und Kevin Kline) sowie das Ganovendrama American Hustle (mit Christian Bale, Bradley Cooper und Amy Adams) aus seiner Vita heraus. In der Komödie Man lernt nie aus (2015; mit Rene Russo, Anders Holm und Andrew Rannells) macht Robert De Niro bei Anne Hathaway (Les Misérables, Interstellar) als 70-Jähriger ein Praktikum – schnell wird klar, wer hier eigentlich von wem lernt. In der verfilmten Biografie Joy – alles außer gewöhnlich (2015; mit Isabella Rossellini, Diane Ladd und Bradley Cooper) arbeitet Robert De Niro wieder an der Seite des aktuellen Top-Stars Jennifer Lawrence (Filmreihe Die Tribute von Panem, Filmreihe X-Men).

Auf seine alten Tagen darf Robert De Niro sogar noch einmal richtig die Sau raus lassen. In der Anarcho-Komödie Dirty Grandpa (2016; mit Zoey Deutch, Aubrey Plaza und Jilianne Hough) will er als frischer Witwer noch einmal das Leben in vollen Zügen genießen und geht mit seinem spießigen Enkel (Zac Efron; Filmreihe High School Musical, Filmreihe Bad Neighbors) auf große Party- und Aufreiß-Tour. Während des Films wird man das Gefühl nicht so Recht los, dass der einzige, der Spaß hat, Robert De Niro selbst ist. Bei den Zuschauern kommt jedenfalls kaum Partylaune auf und Kinokritiker küren den Streifen mitunter zum schlechtesten Film aller Zeiten. Robert De Niro macht eben keine halbe Sachen. Wie dem auch sei, ihm wird man selbst solche Rohrkrepierer verzeihen. Denn Robert De Niro ist einer der Superstars am Hollywood-Himmel, der längst als lebende Schauspiel-Legende gilt, weil er mit so vielen anderen und richtig guten Werken Filmgeschichte schrieb.

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