Quentin Tarantino Filme

Geburtsname: Quentin Jerome Tarantino
Geburtstag: 27. März 1963 in Knoxville, Tennessee (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 2 Oscars, 2 Golden Globes, 2 BAFTAs, Stern auf dem Hollywood Walk of Fame

Mini-Biographie:

Quentin Tarantino ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler. Er wird den Autorenfilmern zugerechnet. Seine Filme enthalten zahlreiche Zitate anderer Werke, und in der Regel tritt Quentin Tarantino selber in einer Nebenrolle auf. Seit dem Kriminaldrama Pulp Fiction (1994) gilt Quentin Tarantino als Kultregisseur. Der Western Django Unchained (2012) wird zum größten kommerziellen Erfolg von Quentin Tarantino.

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Filme von Quentin Tarantino

Beste Zitate von Quentin Tarantino

"Gewalt ist eine Form von Kinounterhaltung."
Quentin Tarantino äußert seine Ansicht über Gewalt im Film in einem BBC-Interview

"Ich klaue aus jedem einzelnen Film, der jemals gedreht wurde. Wenn das den Leuten nicht gefällt, sollen sie sehen, wie sie damit klarkommen und halt nicht hingehen, ok? Ich klaue überall. Große Künstler stehlen, sie verfassen keine Hommagen."
Quentin Tarantino erklärt in einem Interview mit dem Empire Magazine 1994 seine Auffassung als Filmemacher

"Klar ist Kill Bill ein Film voller Gewalt. Aber es ist ein Tarantino-Film. Du gehst ja auch nicht zu einem Metallica-Konzert und bittest die Arschlöcher, die Musik leiser zu machen."
Auf die häufigen Vorwürfe, seine Filme enthielten zu viele Gewaltszenen, reagiert Quentin Tarantino provokant und gelassen

Wichtigste Auszeichnungen:

2016: Golden-Globe-Nominierungen in der Kategorie Bestes Drehbuch für The Hateful Eight
2015: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles
2013: Oscar und BAFTA für das Beste Originaldrehbuch und Golden Globe für das Beste Drehbuch sowie Golden-Globe-Nominierung als bester Regisseur für Django Unchained
2011: César d'honneur für das Lebenswerk
2010: Oscar-Nominierungen in den Kategorien Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch sowie Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien Beste Regie und Bestes Drehbuch für Inglourious Basterds,
2005: Emmy-Nominierung für das Beste Serien-Drehbuch für das Finale der fünften Staffel von CSI - Grave Danger und Grammy-Nominierung für das Beste Soundtrack-Album für Kill Bill Vol. 2
1998: Nominierung für den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele von Berlin für Jackie Brown
1997: Nominierung für die Goldene Himbeere als Schlechtester Nebendarsteller für From Dusk Till Dawn
1995: Oscar für das Beste Originaldrehbuch und Oscar-Nominierung in den Kategorie Bester Regisseur sowie Golden Globe für das Beste Drehbuch und Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Beste Regie für Pulp Fiction
1994: Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes für Pulp Fiction

Quentin Tarantino Biographie

Quentin Tarantino wird am 27. März 1963 in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee geboren. Seine Eltern sind der damals 21-jährige Schauspieler und Amateur-Musiker Tony Tarantino (Harvest Moon, It's the Rage) und die 16-jährige Krankenschwester Connie McHugh. Der Vater von Quentin Tarantino ist Italo-Amerikaner, die Mutter hat irische und Cherokee Wurzeln. Da die Eltern sich bereits vor der Geburt von Quentin Tarantino wieder scheiden lassen, wächst der Junge bei der Mutter auf. Als er zwei Jahre alt ist, zieht sie mit ihm nach Los Angeles.

Die frühe Kinoleidenschaft und der Durchbruch des Quentin Tarantino

Als Junge treibt sich Quentin Tarantino gerne in kleinen Vorstadtkinos herum. In diesen sogenannten Grindhouse-Kinos werden vor allem Martial-Arts- und B-Movies gezeigt. Während Quentin Tarantino die Mittelstufe besucht, nimmt er Theaterunterricht. Die High School verlässt Quentin Tarantino, der als Legastheniker gilt, nach der neunten Klasse mit 15, um eine Schauspielausbildung bei der "James Best Theater Company" in Toluca Lake zu absolvieren. Nach zwei Jahren langweilt ihn die Ausbildung, und er lässt sich bei der Videothek Video Archives im kalifornischen Manhattan Beach anstellen. Dort kommt ihm sein umfangreiches Filmdetailwissen aus den Grindhouse-Kinos zugute. Mit seinen ebenfalls filmbegeisterten Kollegen, darunter Roger Avary (Reservoir Dogs, Pulp Fiction), diskutiert Quentin Tarantino übers Kino und den Publikumsgeschmack. Quentin Tarantino und Roger Avary schreiben schließlich Drehbücher, die Quentin Tarantino später in abgewandelter Form verwendet. In der Videothek achtet er genau darauf, welche Filme die Leute am liebsten ausleihen - was ihm für seine spätere Karriere als Regisseur sehr nützlich ist.

Anfang der 1990er-Jahre schreibt Quentin Tarantino das Drehbuch für den Thriller Reservoir Dogs - Wilde Hunde. Der Schauspieler Harvey Keitel (Taxi Driver, Pulp Fiction) wird auf das Skript aufmerksam und unterstützt die Filmproduktion mit eigenen Mitteln. So kommt dieser erste Film von Quentin Tarantino 1992 in die Kinos und wird ein großer Erfolg. Neben Harvey Keitel spielen auch Michael Madsen (James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag, Kill Bill), Tim Roth (Pulp Fiction, Der unglaubliche Hulk) und Steve Buscemi (Fargo - Blutiger Schnee, Armageddon - Das jüngste Gericht) mit. Quentin Tarantino verwendet hier bereits seine charakteristischen Stilmittel wie etwa Wortgefechte, die eine eigene Komik enthalten und wenig zum Handlungsverlauf beitragen.

Nach diesem Erfolg wird Quentin Tarantino auch in Hollywood wahrgenommen und gilt als neuer Hoffnungsträger des unabhängigen Films. Die Drehbücher, die er in der Schublade liegen hat, werden verkauft und verfilmt: Der Regisseur Tony Scott (The Hunger - Begierde, Beverly Hills Cop II) dreht das Kriminaldrama True Romance (1993; mit Dennis Hopper und Brad Pitt). Der Actionfilm Natural Born Killers (1994; mit Woody Harrelson und Juliette Lewis) wird von Oliver Stone (Platoon, Wall Street) verfilmt.

Mit Pulp Fiction wird Quentin Tarantino zum Kultregisseur

Zum Kultregisseur wird Quentin Tarantino 1994 mit dem Kriminaldrama Pulp Fiction. Die Rolle des Killers Vincent Vega verhilft John Travolta (Saturday Night Fever, Grease) zu einem künstlerischen Comeback. Bruce Willis (Filmreihe Stirb langsam, R.E.D. - Älter, Härter, Besser) spielt den Boxer Butch Coolidge und Uma Thurman (Kill Bill - Volume 1&2, Nymph()maniac) ist als Mia Wallace zu sehen. Außerdem gesellen sich noch Samuel L. Jackson (Django Unchained, Shaft - Noch Fragen?), Christopher Walken (James Bond 007 - Im Angesicht des Todes, Sleepy Hollow - Köpfe werden rollen), Amanda Plummer (Die Tribute von Panem - Catching Fire, König der Fischer) sowie Tim Roth und Harvey Keitel zu dem Star-Cast dazu. Der Gangster-Episodenfilm lässt die Kinokassen klingeln und wird mit einem sensationellen Einspielergebnis von 213 Millionen US-Dollar zum erfolgreichsten Independentfilm seiner Zeit. Das Drehbuch zu Pulp Fiction, das Quentin Tarantino während seiner Zeit in der Videothek gemeinsam mit Roger Avary schreibt, basiert auf Klischees aus klassischen Unterhaltungskrimis der 1920er und 1930er Jahre, die in Groschenromanen auf billigem Papier (englisch: pulp) gedruckt wurden: Etwa zwei Killer auf dem Weg zu einem Job oder ein Mafioso, der die Frau seines Bosses einen Abend lang unterhalten soll. Pulp Fiction wird für sieben Oscars nominiert und gewinnt in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch. Einige Kritiker bemängeln jedoch die extreme und übertriebene Darstellung von Gewalt.

In den folgenden drei Jahren schreibt Quentin Tarantino an mehreren Drehbüchern. Auch seine nächste Regiearbeit wird ein großer Erfolg. 1997 dreht er die Kriminalkomödie Jackie Brown. Die skurril-humorvoll erzählte Story dreht sich um einen missglückten Geldtransfer und ist gespickt mit allerlei Zitaten anderer Filme, einschließlich Pulp Fiction. Die Hauptrolle der Stewardess Jackie Brown spielt Pam Grier (Larry Crowne, Bones - Der Tod ist erst der Anfang) - an der Seite von Samuel L. Jackson (S.W.A.T. - Die Spezialeinheit, Unbreakable - Unzerbrechlich), Robert Forster (Firewall, Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr), Bridget Fonda (Weiblich, ledig, jung sucht..., Der Pate - Teil III) und Robert De Niro (Der Pate - Teil IIMeine Braut, ihr Vater und ich).

Fünf Jahre dauert es, bis das nächste Werk von Quentin Tarantino reif ist: der zweiteilige Thriller Kill Bill (2003 und 2004). In dem Racheepos spielt Uma Thurman (Pulp Fiction, Les Miserables) eine junge Frau, die in Teil 1 nur "Die Braut" genannt wird - an der Seite von David Carradine (Kung Fu, Das Schlangenei). Wie in den Filmen von Quentin Tarantino üblich, spritzt viel Blut und die schrillen Gewaltszenen werden Gegenstand der Kritik. Für eine symbolische Gage von einem Dollar übernimmt Quentin Tarantino im Jahre 2005 die Gastregie bei den Dreharbeiten zu dem Action-Thriller Sin City (mit Bruce Willis, Clive Owen, Elijah Wood und Mickey Rourke) - als Gegenleistung dafür, dass ihm sein Freund, der Regisseur Robert Rodriguez (Spy Kids, From Dusk Till Dawn), den Soundtrack von Kill Bill - Volume 2 zusammengestellt hat.

Beide Regisseure drehen 2007 zusammen das Action-Horror-Thriller-Double Feature Grindhouse, das sich die Filme der heruntergekommenen Grindhouse-Kinos in den 1960er- und 1970er Jahren aus den USA zum Vorbild nimmt. In solchen Etablissements, die meist typische B-Movies im Doppelpack zum Preis von einen zeigten, verbrachte Quentin Tarantino mehr oder weniger einst seine Kindheit. Dementsprechend besteht Grindhouse aus zwei Filmen: Death Proof - Todsicher, der Part von Quentin Tarantino, ist also eine Hommage an das B-Movie- und Exploitationfilm-Genre, das den Regisseur geprägt hat. Kurt Russell (Die Klapperschlange, Stargate) spielt in Death Proof - Todsicher den Stuntman Mike, der ein zur Waffe umgebautes Auto fährt - zunächst einen getunten und modifizierten 1970er Chevrolet Nova, später einen 1969er Dodge Charger.

Das neue Film-Dreamteam: Quentin Tarantino und Christoph Waltz

Das nächste Filmprojekt von Quentin Tarantino wird der Kriegsfilm Inglourious Basterds, der während des Zweiten Weltkriegs im von den Nazis besetzten Frankreich spielt. Das Epos mit Brad Pitt (Der seltsame Fall des Benjamin Button, 12 Monkeys) als Lieutenant Aldo Raine kommt 2009 in die Kinos und wird der bis dato kommerziell größte Erfolg von Quentin Tarantino. Christoph Waltz (Django Unchained, Der Gott des Gemetzels) spielt den SS-Standartenführer Hans Landa so genial, dass er für seine Darbietung unter anderem den Oscar sowie den Golden Globe als Bester Nebendarsteller verliehen bekommt. Mit von der Partie in Inglourious Basterds sind außerdem noch Diane Kruger (Troja, Das Vermächtnis der Tempelritter) als Bridget von Hammersmark, Til Schweiger (Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens, Keinohrhasen) und Daniel Brühl (Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt, Rush - Alles für den Sieg). Adolf Hitler findet in dem ursprünglich als Italowestern angelegten Film ein vorzeitiges fiktives Ende.

2012 folgt dann der Western Django Unchained - für das Drehbuch bekommt Quentin Tarantino seinen zweiten Oscar. Jamie Foxx (Ray, Miami Vice) spielt die Hauptrolle des Sklaven Django Freeman, der 1858 im Süden der Vereinigten Staaten lebt und zum Kopfgeldjäger wird, um seine Frau Broomhilda (Kerry Washington; Save the Last Dance, Ray) wiederzufinden. Der deutsche Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz; Inglourious Basterds, James Bond 007 - Spectre) befreit ihn und nimmt ihn mit auf seine Jagd nach profitablen Steckbrief-Motiven. Leonardo DiCaprio (The Revenant – Der Rückkehrer, The Wolf of Wall Street) gibt den Plantagenbesitzer Calvin Candie. Christoph Waltz erhält in seiner zweiten Rolle unter Quentin Tarantino übrigens seinen zweiten Oscar und seinen zweiten Golden Globe als Bester Nebendarsteller. Und wo das Western-Geschäft gerade so gut läuft, lässt Quentin Tarantino auch in seinem nächsten Filmprojekt die Colts rauchen. Das in sechs Kapiteln aufgeteilte Western-Kammerspiel mit dem Titel The Hateful Eight (2015; mit Samuel L. Jackson, Kurt Russell und Channing Tatum) erzählt die Geschichte von acht unterschiedlichen und finsteren Charakteren, deren Weg sich aufgrund eines Schneesturms auf einem Gebirgspass in einer verlassenen Herberge kreuzen. Trotz eines gelungenen Drehbuchs und jeder Menge Blutvergießen reicht The Hateful Eight nicht an sein Meisterwerk Django Unchained heran. Das ist eben die Crux an solchen Geniestreichen – man wird von da ab stets an ihnen gemessen. 

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