Paul Newman Filme

Geburtsname: Paul Leonard Newman
Geburtstag: 26. Januar 1925 in Shaker Heights, Ohio (USA)
Todestag: 26. September 2008 in Westport, Connecticut (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 1 Oscar, 2 Ehren-Oscars, 8 Oscar-Nominierungen, 1 BAFTA, 3 Golden Globes, 8 Golden-Globe-Nominierungen, Stern auf dem Hollywood Walk of Fame

Mini-Biographie:

Paul Newman war ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur und ganz nebenbei noch ein sehr erfolgreicher Rennfahrer sowie Unternehmer. Im Laufe seiner Karriere gewann Paul Newman unzählige Preise und Nominierungen, darunter drei Oscars und drei Golden Globes. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen mitunter Die Hölle ist in mir, Die Katze auf dem heißen Blechdach, Haie der Großstadt, Der Clou sowie Die Farbe des Geldes.

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Filme von und mit Paul Newman

Beste Filmzitate von Paul Newman

"Manchmal gewinnst Du, wenn Du verlierst!"
Paul Newman alias Eddie Felson zu seinem Filmzögling Vincent Lauria (Tom Cruise) in dem Billard-Kultfilm Die Farbe des Geldes aus dem Jahre 1986. Nicht zu verwechseln mit "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen", das Zitat stammt von Fußballtrainer Otto "Rehakles" Rehhagel... und meint etwas völlig anderes!

Katharine Ross alias Etta Place: "Wie kommt es, dass Du immer blank bist?"
Paul Newman alias Butch Cassidy: "Ja, das möchte ich auch wissen, Etta. Da schuftet man tagaus, tagein sein Leben lang und hat keinen Penny in der Tasche?!"
Katharine Ross: "Sundance (Robert Redford) sagt, Du wärst viel zu großzügig, und Du würdest immer alle Leute freihalten, und was Du nicht zum Fenster rauswirfst, würdest Du verspielen..."
Paul Newman: "Damit könnte es vielleicht zusammenhängen."
Paul Newman als Bankräuber Butch Cassidy erörtert mit seiner Freundin Katharine Ross alias Etta Place seine finanzielle Situation in der Westernkomödie Zwei Banditen - Butch Cassidy and the Sundance Kid

"Hast Du was zu Deiner Verteidigung zu sagen, bevor wir Dich schuldig sprechen?"
Paul Newman sorgt als selbsternannter Richter Roy Bean im Wilden Westen für Recht und Ordnung in der Western-Komödie Das war Roy Bean

"Es ist besser, 25 Prozent von etwas zu haben als 100 Prozent von gar nichts."
Paul Newman alias Eddie Felson erweist in dem Drama Haie der Großstadt nicht nur als exzellenter Billard-Spieler, sondern auch mathematisch hochbegabt. Haie der Großstadt ist der 25 Jahre zuvor gedrehte Vorläufer des Billard-Kultfilms Die Farbe des Geldes

Pruitt Taylor Vince alias Rub Squeers: "Warum bist Du so nett zu ihm? Er mag Dich doch gar nicht?"
Paul Newman alias Donald Sullivan: "Noch nicht... aber weißt Du, auf Dauer bin ich unwiderstehlich!"
 Paul Newman alias Donald Sullivan erklärt seinem Freund Rub (Pruitt Taylor Vince), warum der Film, in dem sie spielen, Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich heißt

"Dieses Leben haben wir uns ausgesucht, so wollen wir leben. Und ich verspreche Dir, nur eins steht fest: Keiner von uns kommt in den Himmel!"
Was sich im ersten Moment wie die wohl gewählten Worte eines Predigers anhören, stammt in Wirklichkeit aus dem Munde des Mafia-Bosses John Rooney (Paul Newman), der bereits ahnt, dass sich Verbrechen nur auf Erden, nicht jedoch im Himmel lohnen - zu sehen und zu hören in dem Gangster-Drama Road to Perdition

Wichtigste Auszeichnungen:

2006: Golden Globe in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einer TV-Serie sowie Screen Actors Guild Award in der Kategorie Bester Darsteller für die TV-Serie Empire Falls
2003: Nominierungen für Oscar und Golden Globe als Bester Nebendarsteller für Road to Perdition
1995: Nominierungen für Oscar und Golden Globe als Bester Hauptdarsteller für Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich, Silberner Bär auf der Berlinale als Bester Darsteller für Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich
1994: Ehren-Oscar für besondere humanitäre Verdienste, den so genannten "Jean Hersholt Humanitarian Award", Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
1987: Oscar als Bester Hauptdarsteller und Golden-Globe-Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) für Die Farbe des Geldes
1986: Ehren-Oscar für sein Lebenswerk sowie den Screen Actors Guild Life Achievement Award
1983: Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller für The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
1982: Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller für Die Sensationsreporterin
1969: Golden Globe als Bester Filmregisseur für Die Liebe eines Sommers
1968: Nominierungen für Oscar und Golden Globe als Bester Hauptdarsteller für Der Unbeugsame
1964: Nominierungen für Oscar, Golden Globe und British Film Academy Award als Bester Hauptdarsteller für Der Wildeste unter Tausend, British Film Academy Award - Nominierung in der Kategorie Bester Darsteller für Zwei Banditen
1963: Golden-Globe-Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) für Süßer Vogel Jugend
1962: Nominierungen für Oscar und Golden Globe als Bester Hauptdarsteller für Haie der Großstadt, British Film Academy Award - Auszeichnung in der Kategorie Bester ausländischer Darsteller für Haie der Großstadt
1959: Nominierungen für Oscar und British Film Academy Award als Bester Hauptdarsteller für Die Katze auf dem heißen Blechdach
1957: Golden Globe als Bester Nachwuchsdarsteller für Der silberne Kelch

Paul Newman Biographie

"Manchmal gewinnst Du, wenn Du verlierst!"... in dem Billard-Drama Die Farbe des Geldes sagt Paul Newman dieses Zitat fast beiläufig dahin, so dass es fast untergeht zwischen den Wortgefechten vom schnellen Eddie Felson und dem etwas übermotivierten Vincent Lauria (Tom Cruise; Filmreihe Mission: Impossible, Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel). Dabei ist dieses kleine Zitat an Doppeldeutigkeit und Weisheit kaum zu überbieten. Im Film Die Farbe des Geldes meinte Paul Newman alias Eddie Felson damit eine Bluff-Masche - gegen kleine Gegner verlieren, um die Reichen danach ausnehmen zu können. Im Leben verliert man ebenfalls oft, und erkennt dann erst einige Zeit später auf seiner Lebenslinie, dass man damals eigentlich gewonnen hat... Tja, das ist tiefgehende Philosophie auf maxdome.de.

Betrachtet man Paul Newmans Leben, hat er eigentlich selten verloren, bis auf den letzten Kampf gegen den Krebs. Am 26. September 2008 erschütterte die Nachricht seines Todes die Medienlandschaft. Mit ein paar Zigaretten weniger am Tag hätte der überzeugte Kettenraucher am 26. Januar 2015 vielleicht seinen 90sten Geburtstag feiern dürfen. Doch beginnen wir von Anfang an...

Die 1920/40er: Das Leben von Paul Newman vor Hollywood

Paul Newman ist der Sohn des polnisch-jüdischen Sportartikel-Geschäftsmannes Arthur Samuel Newman und seiner slowakisch-katholischen Mutter Terezia "Theresa" Fechkova aus der damaligen K&K-Monarchie unter Kaiserin "Sisi" Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. Das Licht der Welt erblickt Paul Newman als einer von zwei Brüdern aber bereits in den Vereinigten Staaten von Amerika, genauer gesagt am 26. Januar 1925 in Shaker Heights, einem Vorort von Cleveland in Ohio. Anders als seine Eltern nimmt Paul Newman nie eine Religion an, sagt aber einmal aus, dass er mehr zum Judentum tendiere, weil das die größere Herausforderung wäre...

Gefördert von seiner Mutter entdeckt Paul Newman schnell seinen Hang zur Schauspielerei. Bereits mit sieben Jahren spielt er am Schultheater einen Hofnarren in "Robin Hood". Nach seinem High-School-Abschluss 1943 meldet sich Paul Newman freiwillig bei der US Navy. Eigentlich will er dort Pilot werden, doch aufgrund einer entdeckten Farbblindheit reicht es lediglich zum Funker und Heck-MG-Schützen eines Torpedo-Bombers. Die letzten zwei Jahre des 2. Weltkrieges kämpft Paul Newman im Pazifik-Raum. Zurück vom Krieg beginnt Newman mit dem Studium der Schauspielerei. Während dieser Zeit lernt er auch seine erste Frau und Schauspielerin Jackie Witte kennen. Die beiden heiraten 1949 und bekommen zusammen drei Kinder: den Sohn Scott (geboren 1950) sowie die beiden Töchter Stephanie (geboren 1951) und Susan (geboren 1953). Mit der Schauspielerei ist es zu dieser Zeit allerdings nicht weit her. Den Lebensunterhalt verdient sich das Paar in dem Sportgeschäft, dass die zwei Brüder Paul und Arthur von ihrem 1950 verstorbenen Vater erben. Arthur übernimmt bald die alleinige Geschäftsleitung, während Paul nach New York zieht, um bis 1954 sein Schauspiel-Studium erfolgreich zu beenden. Mit kleineren Engagements im Fernsehen und am Broadway hält sich der Jungschauspieler über Wasser... und das hoch genug, dass noch im selben Jahr Hollywood auf ihn aufmerksam wird.

Die 1950er: Paul Newmans Weg ins cineastische Rampenlicht

Tatsächlich bekommt Paul Newman 1954 seine erste Nebenrolle als Sklave Basilius in Der silberne Kelch. Eine Rolle, die Paul Newman wegen der gewagten Kostümierung zutiefst peinlich ist. Schöner fände er da schon die Rolle als Bruder von James Dean (...denn sie wissen nicht, was sie tun; Giganten) in Jenseits von Eden gewesen, für die Paul Newman zusammen mit dem Kult-Rebellen im Februar 1954 für Probeaufnahmen vor der Kamera steht. Zu jener Zeit muss er sich allerdings einem gewissen Richard Davalos (Der Unbeugsame, Stoßtrupp Gold) geschlagen geben... selbst ein Paul Newman gewinnt also nicht immer. Frustriert kehrt der angehende Mime wieder von Hollywood an den Broadway zurück, wo er zusammen mit Karl Malden (TV-Serie Die Straßen von San Francisco, Endstation Sehnsucht) in dem Stück "Desperate Hours" auftritt.

Zwei Jahre später ruft Hollywood erneut und dieses Mal läuft es besser: In dem Drama Die Hölle ist in mir mimt Paul Newman überzeugend den Boxer Rocky Graziano und wird quasi über Nacht zum Star. Geadelt als "zweiter Marlon Brando" (Endstation Sehnsucht, Die Faust im Nacken) kann sich Paul Newman die Drehbücher von nun an aussuchen. Eine Golden-Globe-Auszeichnung für den vermeintlich "peinlichen" Auftritt in Der silberne Kelch als bester Nachwuchs-Darsteller verleiht ihm zusätzlichen Rückenwind. Noch 1958 spielt er unter anderem mit Orson Welles (Citizen Kane, Der dritte Mann) und Joanne Woodward (Eva mit den drei Gesichtern, Empire Falls) in Der lange heiße Sommer sowie mit Elisabeth Taylor (Giganten, Wer hat Angst vor Virginia Woolf?) in dem Familiendrama Die Katze auf dem heißen Blechdach (mit Burl Ives und Madeleine Sherwood), wofür Paul Newman erstmalig eine Oscar-Nominierung einheimst.

Auch privat durchlebt Newman aufregende Zeiten. Er lässt sich von seiner ersten Frau Jackie Witte 1958 scheiden und heiratet im selben Jahr seine mehrmalige Schauspielpartnerin Joanne Woodward (Die Liebe eines Sommers, Philadelphia). Joanne Woodward gilt als die große Liebe von Paul Newman und die Ehe hält bis zu seinem Tod anno 2008. Gemeinsam bekommt das Ehepaar drei Töchter: Elinor Teresa (geboren 1959), Melissa Stewart (geboren 1961) und Claire Olivia (geboren 1965).

Die 1960er: Paul Newman als engagierter Schauspieler, Rennfahrer und Staatsfeind

Frisch vermählt zieht Paul Newman also in die 1960er ein und feiert einen Filmerfolg nach dem anderen. Die berühmtesten seiner 60er-Jahre-Streifen sind das jüdische Flüchtlings-Epos Exodus (1960; mit Eva Marie Saint und Ralph Richardson), das Billard-Spektakel Haie der Großstadt (1961; mit Jackie Gleason und Piper Laurie, Oscar-Nominierung für Paul Newman), der Western Der Wildeste unter Tausend (1963; mit Melvyn Douglas und Patricia Neal, Oscar-Nominierung für Paul Newman), das Gefängnis-Drama Der Unbeugsame (1967; mit George Kennedy und Dennis Hopper, Oscar-Nominierung für Paul Newman), der Anti-Western Man nannte ihn Hombre (1967; mit Fredric March und Richard Boone) sowie die Western-Komödie Zwei Banditen (1969, mit Robert Redford und Katharine Ross).

Innerhalb dieses Jahrzehnts blickt Paul Newman aber auch rege über seinen schauspielerischen Tellerrand hinaus. Zum einen entdeckt er durch den Renn-Film Indianapolis - Wagnis auf Leben und Tod (1969; mit Joanne Woodward und Robert Wagner) seine Leidenschaft für den aktiven Motorsport, den er bis zum Jahre 2005 als Fahrer recht erfolgreich betreibt. Unter anderem kann Paul Newman auf einen 2. Platz im 24-Stunden-Rennen von Le Mans anno 1979 verweisen. Zum anderen engagiert sich der Mime mit den stahlblauen Augen zunehmend politischer Natur. So bezieht er in der Öffentlichkeit deutlich Stellung gegen den Vietnam-Krieg und für eine Abrüstung im Kalten Krieg. Außerdem setzt er sich für die Rechte von Homosexuellen und die gleichgeschlechtliche Ehe ein. Samt seiner Förderung liberaler Politiker wie etwa Eugene McCarthy schafft es Paul Newman auf eine so genannte Feindesliste des damals amtierenden US-Präsidenten Richard Nixon auf Platz 19. Paul Newman wiederum propagierte diese Platzierung als seine beste Auszeichnung.

Die 1970er: "Manchmal verlierst Du auch, wenn Du verlierst!" - der Schicksalsschlag für Paul Newman

Nixons Antipathie gegen Paul Newman kann der Schauspielkarriere nicht schaden, im Gegenteil. Der Erfolg ist ungebrochen und mit Paul Newman in der Hauptrolle entstehen in den 1970ern solch cineastische Highlights wie die Western-Komödie Das war Roy Bean (1972; mit Victoria Principal und Anthony Perkins), die Gauner-Satire Der Clou (1973; mit Robert Redford und Robert Shaw), der Katastrophenfilm Flammendes Inferno (1974, mit Steve McQueen, Faye Dunaway, Robert Wagner, Robert Vaughn uvm.), die Western-Parodie Buffalo Bill und die Indianer (1976, mit Burt Lancaster und Harvey Keitel) sowie die Eishockey-Komödie Schlappschuss (mit Strother Martin und Jennifer Warren) aus dem Jahre 1977.

Im November 1978 schlägt jedoch das Schicksal in der Familie Newman ein: Pauls Sohn Scott vergreift sich (wohl alkoholisiert aus Versehen) an einer Überdosis Heroin und stirbt daran - mit nicht mal 30 Jahren. In Gedenken an seinen Sohn stiftet Paul Newman daraufhin das "Scott Newman Center", welches Drogensüchtigen aus ihrer Misere helfen will.

Die 1980er: Die Farbe der Soße - Paul Newman gewinnt Oscar beim Billard und kreiert Dressings für den guten Zweck

Was bis dahin kaum jemand kannte war die Lust am Kochen von Paul Newman. Anno 1982 versucht der Schauspieler sein Hobby in bare Münze umzusetzen und gründet zusammen mit dem Schriftsteller A.E. Hotchner eine eigene Lebensmittel-Produktreihe unter dem Label "Newman's Own". Zunächst gibt es vor allem Salat-Dressings und Pasta-Soßen, bald kommen noch Salsa, Popcorn, Limonade und Wein dazu. Der Clou an diesem Futter: Den gesamten Reinerlös, der nach Steuern übrig bleibt, spendet Paul Newman humanitären Zwecken und Projekten. Eines dieser Projekte ist neben dem bereits erwähnten "Scott Newman Center" zum Beispiel das von Paul Newmans Frau gegründete "The Hole in the Wall Gang Camp". In diesen Camps können sich jährlich bis zu 13.000 an Krebs erkrankte Kinder kostenlos die Zeit etwas versüßen. Mittlerweile gibt es solche Camps neben den USA auch in Israel, Irland und Frankreich. Bis zum Jahre 2006 erwirtschaftet die Marke "Newman's Own" rund 250 Millionen US-Dollar für Newmans soziales Engagement. Bereits im Jahre 1994 bekommt Paul Newman für seine humanitären Verdienste im Rahmen der Oscar-Verleihung den "Jean Hersholt Humanitarian Award".
Natürlich dreht Paul Newman weiter Filme - und was für welche! Besonders hervorzuheben wären da der Gerichts-Thriller The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (1982; mit Charlotte Rampling und James Mason), das Familien-Drama Harry und Sohn (1984; mit Ellen Barkin, Morgan Freeman und Joanne Woodward), bei dem Paul Newman zusätzlich selbst Regie führt sowie natürlich allen voran der Kult-Streifen Die Farbe des Geldes (1986; mit Tom Cruise und Mary Elizabeth Mastrantonio), die Fortsetzung des Filmes Haie der Großstadt aus dem Jahre 1961. 1987 bekommt Paul Newman für Die Farbe des Geldes endlich seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller. Ironischerweise überreichte die Jury Paul Newman ein Jahr zuvor den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk... sie hatten ihn wohl zu früh abgeschrieben.

Von den 1990ern bis heute: Paul Newman im Rentenalter und kein bisschen leise

Wie bereits erwähnt bekommt Paul Newman im Jahre 1994 für seine humanitären Verdienste den "Jean Hersholt Humanitarian Award" überreicht. Mit fast 70 Jahren gehört er 1995 außerdem zum Siegerteam des 24-Stunden-Rennens in Daytona. Und auch auf der Leinwand macht der alte Haudegen immer noch eine exzellente Figur. Für die Sozial-Satire Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich (1994; mit Bruce Willis, Melanie Griffith und Jessica Tandy) sowie für die Mafia-Geschichte Road to Perdition (2002; mit Tom Hanks und Daniel Craig) erhält Paul Newman die Oscar-Nominierungen Numero 7 und 8. In Road to Perdition sieht man Paul Newman jedoch zum letzten Mal auf der Kino-Leinwand. Einige Jahre spielt er noch in TV-Produktionen mit, wie in der sehr erfolgreichen Romanverfilmung Empire Falls - Schicksal einer Stadt (2005; mit Ed Harris, Philip Seymour Hoffman und Helen Hunt) und 2006 leiht er in dem Animations-Film Cars einem Oldtimer seine Stimme. Doch nach über 50 Jahren Schauspiel hat sogar Paul Newman irgendwann genug. Am 25. Mai 2007 gibt er im Alter von 82 Jahren seinen Rücktritt öffentlich bekannt mit der Begründung: "Man beginnt zunehmend seine Merkfähigkeit zu verlieren, man beginnt sein Selbstvertrauen zu verlieren, man beginnt seine Fantasie zu verlieren. Deshalb denke ich, dies ist ein Buch mit sieben Siegeln für mich."

Anfang Juni 2008 sickert schließlich durch die Medien, das Paul Newman an Lungenkrebs leidet und schon seit Monaten im New Yorker Sloan-Kettering-Krebszentrum stationär behandelt wird. Kurz darauf verschlechtert sich der Gesundheitszustand weiter, so dass er im August die Chemotherapie abbricht, um in Ruhe in seinem Haus in Westport/Connecticut sterben zu können... Am 26. September 2008 verliert Paul Newman seinen letzten Kampf. Der Billard-Kultfilm Die Farbe des Geldes endet mit Paul Newmans Zitat: "Hey, ich bin wieder da!" Richtiger müsste es allerdings heißen: "Hey, Du warst nie wirklich weg! Und wirst es auch nie sein!"

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