Judi Dench Filme

Geburtsname: Judith "Judi" Olivia Dench
Geburtstag: 9. Dezember 1934 in York, North Yorkshire (England)
Wichtigste Auszeichnungen: Officer und Dame of the Order of the British Empire, 1 Oscar, 10 BAFTA Awards, 2 Golden Globe Awards

Mini-Biographie:

Judi Dench ist eine britische Film- und Theater-Schauspielerin, die in ihrer langen Karriere mit Awards, Nominierungen und Ehrungen förmlich überhäuft wurde, darunter ein Oscar als Beste Nebendarstellerin in der Romantik-Komödie Shakespeare in Love sowie die Ehrungen zum Officer und zur Dame of the Order of the British Empire durch die britische Königin Elisabeth II. Trotz zahlreicher erstklassiger Filme wie Der Duft von Lavendel oder Ihre Majestät Mrs. Brown kennen die meisten Filmfreunde Judi Dench als MI6-Chefin M, die strenge Vorgesetzte von James Bond 007. Zwischen 1995 in GoldenEye mit Pierce Brosnan und 2013 in Skyfall mit Daniel Craig verkörperte Judi Dench M insgesamt sieben Mal. Zuletzt sah man die große Dame des britischen Films unter anderem in dem vielgefeierten Drama Philomena sowie in den beiden Teilen der Erfolgskomödie Best Exotic Marigold Hotel.

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Filme mit Judi Dench

Die besten Filmzitate von Judi Dench

"Mach Dir nicht so viele Gedanken darüber, was Du nicht sollst - lebe ein bisschen!"
Judi Dench alias Armande Voizin spricht in dem Film Chocolat - Ein kleiner Biss genügt (2000; mit Juliette Binoche und Johnny Depp) ein Filmzitat, dass wir uns eigentlich alle über den Spiegel hängen sollten!

"Oh, diese Briten im Ausland! Es ist sehr ungezogen von mir, aber ich würde schon in Dover ein Examen verlangen und all die Touristen zurückschicken, die es nicht bestehen."
In dem cineastischen Drama Zimmer mit Aussicht (1985; mit Maggie Smith und Helena Bonham Carter) schätzt Judi Dench alias Eleanor Lavish ihre Landsleute nicht besonders hoch ein - dabei spielt der Streifen weit vor Ballermann & Co Anfang des 20. Jahrhunderts. Ob sie diese Meinung auch privat vertritt, ist zuweilen nicht überliefert. 

"Du isst nicht genug! Man darf der Eitelkeit nicht den Vorrang vor dem Appetit geben."
Dame Judi Dench scheint auch ein Genussmensch zu sein - zumindest in ihrer Rolle als Queen Victoria in dem Historien-Drama Ihre Majestät Mrs. Brown (1997; mit Billy Connolly und Gerard Butler).

M (Judi Dench): "Sie mögen mich nicht, Bond. Sie mögen meine Methoden nicht. Sie halten mich für einfallslos. Sie glauben ich würde mehr meinen Zahlen vertrauen als Ihrem Instinkt."
James Bond 007 (Pierce Brosnan): "Der Gedanke hatte sich aufgedrängt..."
M: "Schön! Ich halte Sie für einen sexistischen, frauenfeindlichen Dinosaurier, ein Relikt des kalten Krieges."
Judi Dench wusste bereits bei ihrem Amtsantritt anno 1995 als MI6-Chefin M in GoldenEye (mit Sean Bean und Famke Janssen), wie man sich bei seinen Mitarbeitern besonders beliebt macht. Vor allem für ihren besten Mann James Bond 007 (Pierce Brosnan) hat sie einen bunten Strauß an Vorurteilen parat.

Wichtigste Auszeichnungen:

2014: Nominierung für einen Oscar und einen Golden Globe Award (Drama) als jeweils Beste Hauptdarstellerin in Philomena
2013: Nominierung für einen Golden Globe Award (Komödie/Musical) als Beste Hauptdarstellerin in Best Exotic Marigold Hotel
2011: Nominierung für einen Golden Globe Award als Beste Hauptdarstellerin (TV-Produktion) in Return to Cranford
2009: Nominierung für einen Golden Globe Award als Beste Hauptdarstellerin (TV-Produktion) in Cranford
2007: Nominierung für einen Oscar und einen Golden Globe Award (Drama) als jeweils Beste Hauptdarstellerin in Tagebuch eines Skandals
2006: Nominierung für einen Oscar und einen Golden Globe Award (Komödie/Musical) als jeweils Beste Hauptdarstellerin in Lady Henderson präsentiert
2002: Nominierung für einen Oscar und einen Golden Globe Award (Drama) sowie eine Auszeichnung mit einem BAFTA-Award als jeweils Beste Hauptdarstellerin in Iris
2001: Auszeichnung mit einem Golden Globe Award (TV-Produktion) und einem BAFTA-Award als jeweils Beste Hauptdarstellerin in The Last of the Blonde Bombshells, Nominierung für den Oscar und den Golden Globe Award (Komödie/Musical) als jeweils Beste Nebendarstellerin in Chocolat - Ein kleiner Biss genügt, Auszeichnung mit dem BAFTA-Ehrenpreis Academy Fellowship
1999: Nominierung für einen Golden Globe Award (Komödie/Musical) und Auszeichnung mit einem Oscar sowie einem BAFTA-Award als jeweils Beste Nebendarstellerin in Shakespeare in Love
1998: Nominierung für den Oscar und Auszeichnung mit einem Golden Globe Award (Drama) sowie einem BAFTA-Award als jeweils Beste Hauptdarstellerin in Ihre Majestät Mrs. Brown
1987: Auszeichnung mit einem BAFTA-Award als Beste Nebendarstellerin in Zimmer mit Aussicht
1985: Auszeichnung mit einem BAFTA-Award für die Beste Darbietung der Fernsehunterhaltung in A Fine Romance
1982: Auszeichnung mit einem BAFTA-Award als Beste Fernsehschauspielerin in den TV-Filmen A Fine Romance, BBC2 Playhouse: Going Gently, The Cherry Orchard
1968: Auszeichnung mit einem BAFTA-Award als Beste Fernsehschauspielerin in Talking to a Stranger
1966: Auszeichnung mit einem BAFTA-Award als Vielversprechendstes Nachwuchstalent in einer Filmhauptrolle in Die Vier Gerechten

Judi Dench Biographie

Am 9. Dezember 2014 feiert die brillante Charakter-Darstellerin Judith "Judi" Olivia Dench bereits ihren 80sten Geburtstag und kann auf eine über 55-jährige, äußerst erfolgreiche Schauspielkarriere zurückblicken. Vor ihrer Ära als James-Bond-Vorgesetzte M ab 1995 in GoldenEye (mit Pierce Brosnan und Sean Bean) kannten hierzulande vermutlich nur eingefleischte Cineasten und Theater-Liebhaber die englische Mimin. Dabei wurde Judi Dench bereits 1988 von Königin Elisabeth II. zur "Dame" (quasi der Ritterschlag für Frauen) geadelt. Doch mittlerweile emanzipierte sich Judi Dench auch hierzulande von James Bond sowie ihrer Rolle als M und lockt auch mit deutlich leiseren Filmen ein Millionenpublikum in die Lichtspielhäuser.

Die am 9. Dezember 1934 in York geborene Engländerin Judi Dench erahnt durch ihren Vater Reginald, dem örtlichen Theaterarzt, bereits als Kind die Faszination der Bretter, die manchen die Welt bedeuten. Auf der "Mont School" in York entdeckt das Nesthäkchen unter fünf Geschwistern dann schließlich ihr eigenes Schauspieltalent. Nach der Schule lässt sich Judi Dench auf der "Central School of Speech and Drama" in London zu einer echten Schauspielerin ausbilden. Von da an verschreibt sie sich förmlich dem klassischen englischen Theater rund um William Shakespeare und tourt unter anderem mit der "Royal Shakespeare Company" durch Kanada, die USA sowie Europa. Der Durchbruch gelingt Judi Dench im Alter von 25 als Julia in Shakespeares "Romeo und Julia", zusätzlich verkörpert sie die Ophelia in "Hamlet", die "Lady Macbeth" im gleichnamigen Stück und unzählige Rollen mehr. Neben den Theaterstücken von William Shakespeare feiert Judi Dench außerdem im Musical "Cabaret" (1968) große Erfolge. Und hätte sich Judi Dench nicht verletzt, hätte sie ihre Gesangskünste auch noch 1981 in Andrew Lloyd Webbers Musical "Cats" unter Beweis stellen können. Dem Theater bleibt Judi Dench übrigens trotz der zahlreichen Filmerfolge bis zum heutigen Tage treu.

Zum Film kommt Judi Dench 1964 in dem Debüt The Third Secret. Aber auch auf Zelluloid spielt sie überwiegend in Literaturverfilmungen mit - gerne auch von William Shakespeare wie 1989 in Henry V. (mit Kenneth Branagh, Ian Holm und Emma Thompson) oder 1996 in Hamlet (mit Kenneth Branagh, Kate Winslet und Robin Williams). Abseits von William-Shakespeare-Werken sieht man Judi Dench mitunter in dem Krimi-Thriller Sherlock Holmes' größter Fall (1965; mit John Neville und Donald Houston), dem Historien-Epos Luther (1974; mit Stacy Keach und Julian Glover), dem Gesellschaftsdrama Zimmer mit Aussicht (1985; mit Maggie Smith und Helena Bonham Carter) sowie dem Liebesdrama Zwischen den Zeilen (1987; mit Anne Bancroft und Anthony Hopkins). In das mainstreamige deutsche Kinobewusstsein spielt sich Judi Dench aber tatsächlich erst 1995 in GoldenEye (mit Sean Bean, Robbie Coltrane und Gottfried John), als sie das erste Mal die Chefin M vom britischen Geheimdienst MI6 und von Doppelnull-Agent James Bond 007 (Pierce Brosnan; Die Thomas Crown Affäre, Der Ghostwriter) verkörpert.

Die Film-Ära von Judi Dench alias M mit James Bond

Nach einer über sechsjährigen Pause kehrt James Bond mit Pierce Brosnan (Mamma Mia!, The World's End) 1995 auf die Kinoleinwand zurück. In der Zwischenzeit hat sich viel verändert in der Welt: Die Berliner Mauer fiel, der Kalte Krieg war zu Ende und an der Spitze des britischen Geheimdienstes saß mit Stella Rimington mittlerweile eine Frau - also ganz in echt, wenn auch beim MI5, dem britischen Inlandsgeheimdienst, und nicht beim MI6. Um den neuen Verhältnissen in der Welt Rechnung zu tragen, wollen auch die Bond-Produzenten für die Rolle des MI6-Vorsitzenden (MI6, der britische Auslandsgeheimdienst) und somit James Bonds Chef eine Frau. Die Wahl fällt schließlich auf Judi Dench - nicht zuletzt, weil sie ihrem echten Pendant sogar recht ähnlich sieht. Gerüchte besagen, dass erst ihre Kinder als ausgesprochene James-Bond-Fans Judi Dench zur Annahme der Rolle als M überreden mussten. Wenn dem so war, konnten sie ihre Anstrengungen vermutlich in einem überschaubaren Umfang halten, denn offensichtlich zeigt sich die Shakespeare-Darstellerin sogar begeistert, einmal ins Action-Genre zu wechseln: "Ich war eng mit dem ersten M-Darsteller Bernard Lee befreundet und empfinde es als Ehre, eine Rolle zu spielen, die er geprägt hat", freut sich die Mimin über ihre neue Aufgabe.

Zur großen Freude gesellt sich bei Drehbeginn aber auch das noch größere Zittern, denn James Bond macht eben doch jede Frau nervös - indirekt zumindest! Als Judi Dench zum Beispiel in ihrem Büro thront, um James Bond im oben angeführten Dialog die Leviten zu lesen, erkennt sie erst so richtig die monumentalen Auswirkungen einer James-Bond-Produktion und beginnt zu zittern - sie, die x-fach ausgezeichnete Film- und Theater-Schauspielerin. Besonders sichtbar wird dies bei der Zigarette, die sie eigentlich rauchen sollte. Bond-Regisseur Martin Campbell (Green Lantern, James Bond 007 - Casino Royale) drückt Judi Dench daraufhin statt der Zigarette ein Glas Whiskey in die Hand, damit sie sich an etwas festhalten kann ... und vielleicht auch, um die Nerven zu beruhigen.

Die erste Amtshandlung von Judi Dench alias M besteht darin, James Bond 007 die neuen Umstände in der Weltgeschichte zu erklären. Wie sich das anhört, konntet Ihr ja oben bereits im Filmzitat zu GoldenEye lesen. M steht übrigens nicht ganz zufällig als Bezeichnung der MI6-Chefin, sondern als Abkürzung für ihren eigentlichen Namen Barbara Mawdsley - der kommt in sämtlichen James-Bond-Filmen allerdings nie vor - lediglich Daniel Craig (Cowboys & Aliens, Verblendung) als neuer James Bond in Casino Royale (2006; mit Eva Green und Mads Mikkelsen) hätte ihn fast mal ausgeplaudert ...

Die Publikums-Reaktionen auf den weiblichen M in James Bond 007 - GoldenEye fallen zunächst noch recht gespalten aus. Ein "alter Drache", der den Titelhelden erst mal zur Schnecke beziehungsweise zum Dinosaurier macht, mussten vor allem die männlichen Bond-Fans erst einmal verdauen. Trotzdem kehrt Judi Dench beim nächsten Bond-Abenteuer Der Morgen stirbt nie (1997; mit Pierce Brosnan, Jonathan Pryce und Teri Hatcher) als M zurück - und diesmal bereits deutlich souveräner. Ihre Rolle wird sogar noch weiter ausgebaut und so langsam etabliert sich die fiktive MI6-Chefin auf dem ungewohnten Terrain. In Die Welt ist nicht genug (1999; mit Denise Richards, John Cleese und Robbie Coltrane) bekommt die mittlerweile Oscar-prämierte Schauspielerin (1998 für die beste Nebenrolle als Königin Elisabeth I. in Shakespeare in Love) als M sogar eine echte Hauptrolle, sehr zur Freude von Judi Dench: "Zu Anfang hatte ich nur drei, dann fünf Drehtage. In Die Welt ist nicht genug sind es schon zwölf! Es macht sehr viel Spaß, M zu spielen." In diesem Abenteuer zeigt M auch mal menschlichere Charakterzüge und darf oder muss sich von James Bond (Pierce Brosnan; The November Man, Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen) aus den Fängen der Oberschurken Renard (Robert Carlyle; Hitler - Aufstieg des Bösen, Trainspotting) und Elektra King (Sophie Marceau; La Boum - Die Fete 1 & 2, LOL (Laughing Out Loud)) retten lassen.

Die Dankbarkeit über ihre Befreiung währt allerdings nur kurz, denn bereits im darauffolgenden 20sten Jubiläums-Bond Stirb an einem anderen Tag (2002; mit Halle Berry, Rosamund Pike und Toby Stephens) willigt M nur zähneknirschend in einen Agentenaustausch zwischen einem nordkoreanischen Spitzel und den in Gefangenschaft geratenen James Bond (Pierce Brosnan; Mars Attacks!, Dante's Peak) ein. Anschließend entzieht sie ihm außerdem noch die Lizenz zum Töten. Keiner schöner Zug von ihr, aber inzwischen darf sie derlei Spielchen gegen James Bond auch ohne Groll des Publikums treiben, denn zu diesem Zeitpunkt ist Judi Dench längst Kult und aus der Bond-Welt nicht mehr wegzudenken.

Als dann 2006 der neue und junge James-Bond-Darsteller Daniel Craig (Der Goldene Kompass, München) in Casino Royale (mit Eva Green und Mads Mikkelsen) seinen Dienst antritt, muss er sich von Judi Dench alias M als erstes wieder mal ordentlich den Kopf waschen lassen, und Bonds Einbruch in ihr Privatappartement ist lediglich ein Grund für die eiskalte Leviten-Lesung ... Doch das Verhältnis zwischen M und James Bond in der Daniel-Craig-Epoche bessert sich spätestens 2008 in dem Bond-Abenteuer Ein Quantum Trost (mit Mathieu Amalric und Olga Kurylenko). In ihrem siebten James-Bond-Thriller Skyfall (2012; mit Javier Bardem, Ralph Fiennes und Naomie Harris) befindet sich Judi Dench alias M mit Daniel Craig alias James Bond sogar gemeinsam in tödlicher Mission - es ist ihr letzter Einsatz als MI6-Chefin. Ihr Nachfolger als M ist Ralph Fiennes (Der englische Patient, Lord Voldemort in der Filmreihe Harry Potter) und wird in James Bond 007 - Skyfall bereits ausführlich vorgestellt.

Die Bond-Welt ist nicht genug - Judi Dench abseits von 007

Immerhin lässt sich Judi Dench seit ihren Auftritten in den 007-Streifen nun auch des Öfteren mal in etwas leichteren Genres des Kinos blicken, ohne dass gleich James Bond auf dem Filmplakat prangen muss, zum Beispiel im Jahre 2000 in Chocolat - Ein kleiner Biss genügt mit Johnny Depp (Filmreihe Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik, Lone Ranger) und Juliette Binoche (Godzilla, Der englische Patient), wofür sie wie so oft eine Oscar-Nominierung erhält. Unter anderem verläuft sich Judi Dench außerdem 2004 in den Science-Fiction-Kracher Riddick: Chroniken eines Kriegers (2004; mit Vin Diesel und Karl Urban), oder in den Krimi Rage (2009; mit Jude Law und Simon Abkarian) sowie 2011 in dem Piraten-Spektakel Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten mit Johnny Depp (Alice im Wunderland, The Tourist), Penélope Cruz (Volver - Zurückkehren, Vicky Cristina Barcelona) und Geoffrey Rush (The King's Speech, Elizabeth - Das goldene Königreich).

Das Hauptaugenmerk von Judi Dench bleibt aber - abgesehen von James Bond und den anderen kleinen Action-Ausflügen - bei den leiseren und dramatischeren Film-Genres. In Werken wie dem Historiendrama Ihre Majestät Mrs. Brown (1997; mit Billy Connolly und Gerard Butler), dem halbautobiographischen Streifen Tee mit Mussolini (1999; mit Cher und Maggie Smith), der Literaturverfilmung Schiffsmeldungen (2001; mit Kevin Spacey, Julianne Moore und Cate Blanchett), der ungewöhnlichen Liebesgeschichte Der Duft von Lavendel (2004; mit Maggie Smith und Daniel Brühl) oder dem Beziehungsdrama Tagebuch eines Skandals (2006; mit Cate Blanchett und Bill Nighy) spielt Judi Dench wahrlich in ihrem Element.

Auch in der zweiten Hälfte ihrer achten Lebensdekade bleibt Judi Dench fleißig wie eh und je. Zu den Drehs der beiden Action-Spektakel Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten (2011) und James Bond 007 - Skyfall (2012) zählt die Engländerin bereits 76 bzw. 77 Lenze. Trotzdem entstehen mit Judi Dench in diesen Jahren viele weitere Film-Projekte wie etwa das Liebes-Musical Nine (2009; mit Sophia Loren, Kate Hudson und Nicole Kidman), das Romantik-Drama Jane Eyre (2011; mit Michael Fassbender und Mia Wasikowska), die autobiografische Tragödie My Week with Marilyn (2011; mit Michelle Williams, Kenneth Branagh und Emma Watson), die Biographie-Verfilmung J.Edgar (2011; mit Leonardo DiCaprio, Naomi Watts und Armie Hammer) von Regisseur Clint Eastwood (Gran Torino, Space Cowboys) sowie die herrlich philosophische Komödie Best Exotic Marigold Hotel (2011; mit Bill Nighy und Maggie Smith). Somit ist Judi Dench im Jahre 2011 insgesamt fünf Mal auf der Leinwand zu bewundern.

Zu ihren jüngeren Kino-Produktionen gehört mitunter das Drama Philomena aus dem Jahre 2013. Darin begibt sich Judi Dench alias Philomena zusammen mit dem Zeitungsjournalisten Martin Sixsmith (Steve Coogan; Nachts im Museum 1 & 2, Tropic Thunder) auf die Suche nach ihrem Sohn, den sie einst als unverheiratete Mutter in einem streng katholischen irischen Kloster in den 1960er Jahren zu Adaption freigeben musste. Von den Kritikern wird Philomena als Meisterwerk gefeiert, was sie vor allem an den großartigen Hauptdarstellern Steve Coogan und natürlich Judi Dench fest machen. Der kommerzielle Erfolg der Komödie Best Exotic Marigold Hotel beschwört zudem drei Jahre später die Fortsetzung Best Exotic Marigold Hotel 2 herauf. Die Handlung um das indische Hotel-Projekt besitzt einen ähnlich kreativen Level wie die Namensgebung des zweiten Teils. Trotzdem kommt der Film sowohl bei Kritikern wie auch beim Publikum sehr gut an. Es macht einfach Spaß, der britischen Schauspiel-Elite rund um Judi Dench, Maggie Smith (Filmreihe Harry Potter, Zimmer mit Aussicht) und Bill Nighy (Radio Rock Revolution, Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt) beim Aushilfsmanagement eines indischen Hotels zuzusehen. Und als Sahnehäubchen wirkt zudem noch Richard Gere (Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft, Ein Offizier und Gentleman) als Gast-Star mit.

Streng geheim - das Privatleben von Judi Dench

Aus der Klatschpresse hält Judi Dench ihr Privatleben weitestgehend fern. Die schreibende Zunft soll sich lieber mit ihrem beruflichen Schaffen auseinandersetzen, was bei so einer beeindruckenden Film-Vita wie bei Judi Dench auch mehr als genügend Stoff bietet. Doch trotz des stetigen beruflichen Erfolges muss Judi Dench privat einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen, der dann auch vor der Presse unmöglich zu verbergen ist: während der Produktion von James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag hat Judi Dench nämlich nicht nur gegen größenwahnsinnige Weltherrschaftsaspiranten zu kämpfen, sondern vor allem mit dem Tod ihres 2001 verstorbenen Ehemannes und Schauspieler Michael Williams (Henry V., Tee mit Mussolini), der den Folgen eines Lungenkrebs erlag. Aus dieser Ehe geht die einzige Tochter Tara (* 24. September 1972) hervor.

Judi Dench selbst gab im Februar 2012 bekannt, dass sie an einer Augenkrankheit leide, einer so genannten Makuladegeneration. Diese beschwört einen gelben Fleck im Fokus-Feld des Auges herauf und kann zur Blindheit führen. Diese Befürchtung teilt Judi Dench jedoch nicht, weshalb sich die Filmgemeinde hoffentlich auch nach ihrem 80sten Geburtstag auf weitere Filme mit ihr freuen darf.

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